Haiflossen-Handel nun verboten

Die USA und Großbritannien sprechen sich nun gegen das Shark-Finning aus und verbieten es.

"Shark-Finning" beschreibt das Abtrennen der Rückenflosse (Finne) von Haien, welche anschließend zurück ins Meer geworfen werden. Die Tiere, die ohne Flossen nicht mehr zum Schwimmen fähig sind, sinken auf den Meeresboden herab, wo sie qualvoll ersticken oder von anderen Meeresraubtieren gefressen werden. Die Flossen der Haie gelten als teure Delikatesse und wurden bislang in weiten Teilen der Welt verkauft oder in Restaurants angeboten. Die USA und Großbritannien haben sich nun gegen einen Handel mit Haiflossen ausgesprochen, berichtet Watson.

Über Europa läuft Haiflossen-Handel Richtung Asien

Laut einer Schätzung der Weltnaturschutzunion IUCN kommen im Jahr zwischen 63 und 273 Tiere durch das "Shark-Finning" um. Die Fischer nutzen dieses Verfahren, um an Bord Platz und Gewicht zu sparen und nur das als wertvoll erachtete Gut der Flossen zu transportieren. Diese Methode wurde bislang vor allem in China, der EU und den USA angewandt. Asien ist einer der größten Abnehmer der Haifischflossen und lässt diese über die EU-Länder importieren.

Für den Flossenhandel werden immer wieder Lücken im Regelsystem gefunden: So müssen Haie in der EU seit 2013 eigentlich immer als ganzes Tier gefischt und genutzt werden, die Flossen der Tiere werden jedoch weiterhin abgetrennt und an asiatische Länder weiter verschifft. Dieser Handel von 3.500 Flossen jährlich bringt an die 52 Millionen Euro auf EU-Seite ein. Auch dürfen Flossen in die EU eingeführt und an weitere Länder verkauft werden.

USA und Großbritannien verbieten Shark-Finning

In den USA und Großbritannien ist der Handel mit Haifischflossen nun gesetzlich untersagt. Damit auch die EU zukünftig aus dem Handel aussteigt, wurde die EU-Bürgerinitiative "Stop Finning – Stop the trade" gegründet. Ziel dieser ist es, mit einer Petition die EU-Gesetzgebung zu ändern und die Haie zu schützen.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 1. August 2021, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 8. August 2021, 18:30 Uhr.



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