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Künstliche Befruchtung soll Nashörner retten

Die Nördlichen Breitmaulnashörner sollen durch künstliche Befruchtung vor dem Aussterben bewahrt werden.

2018 starb der letzte Bulle aus der Familie der Nördlichen Breitmaulnashörnern. Von dieser Unterart des weißen Nashorn, die früher in mehreren Ländern Ost- und Zentralafrikas südlich der Sahara lebten, exisitieren derzeit noch die beiden Weibchen Fatu und Najin, die aber nicht in der Lage sind, Nachwuchs auszutragen.

Der deutsche Tierarzt Thomas Hildebrandt möchte die Nördlichen Breitmaulnashörner vor dem Aussterben retten und wählte dafür die künstliche Reproduktion. Dazu entnahm der Tierarzt den zuvor erwähnten Nashornkühen sowie einem im polnischen Zoo Chorzow lebenden südlichen Breitmaulnashorn Eizellen. Mit dem seit 20 Jahren entnommenen und eingefrorenem Nashornbullen-Sperma wurden die vorhandenen Eizellen befruchtet.

Mit dem Ergebnis: aus dieser Befruchtung sind drei reine nördliche Breitmaulnashorn-Embryonen entstanden. Zuletzt gab es einen weiteren dritten Befruchtungsversuch aus dem, wie sich Hildebrandt erwartet, weitere Embryonen entstehen sollen. Diese Embryonen werden einstweilen in flüssigem Stickstoff gelagert. Derzeit sucht der Tierarzt nach einer Leihmutter. Fatu und Najin kommen als Leihmütter nicht in Frage. Daher wird eine Südliche Breitmaulnashorn-Kuh als Leihmutter für die Rettung der Nördlichen Breitmaulnashörner sorgen.

Der Transfer eines Embryos auf die Leihmutter ist allerdings der Knackpunkt. Bisherige Versuche waren nicht erfolgreich! Hildebrandt geht davon aus, dass es innerhalb der kommenden 12 Monaten einen erfolgreichen Transfer geben und in Kenia stattfinden wird.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 30. August 2020, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 6. September, 18:30 Uhr.

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