Sumatra-Tiger in Falle gefangen

Seltenes Exemplar der Tiger-Art, das zwei Menschen getötet haben soll, wurde eingefangen.

Naturschützer in Indonesien haben einen seltenen Sumatra-Tiger eingefangen, der zwei Menschen getötet haben soll. Die Raubkatze sei am Samstag in dem Dorf Air Batu ungefähr im Zentrum der Insel Sumatra in eine Falle gegangen, die ihr Polizei und Angestellte der örtlichen Naturschutzbehörde gelegt hätten, berichtete die indonesische Nachrichtenagentur Antara vergangenen Sonntag. Der Tiger sei in eine Tierpflegestation gebracht worden.

Den Berichten zufolge handelt es sich vermutlich um den Tiger, der wenige Tage zuvor einen 20-jährigen jungen Mann tötete, als dieser in Air Batu auf der Suche nach einem Handysignal auf einen Hügel geklettert war. Am 25. September war in einem anderen Dorf der Gegend ein Goldsucher von einem Tiger getötet worden.

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Neben Wilderei hat die Vernichtung von natürlichem Lebensraum durch Palmölplantagen die Zahl stark dezimiert. Auf der Rieseninsel Sumatra, deren Fläche in etwa der von Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen entspricht, gibt es noch höchstens 400 Exemplare in freier Wildbahn. Es ist die letzte in Indonesien verbliebene Unterart der Großkatze, nachdem der Java- und der Bali-Tiger bereits ausgerottet wurden.

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