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Tiertransport endet erneut mit Massentötung

Im Mittelmeer-Hafen Cartagena endet die Reise von 1.600 Rindern mit dem Tod.

1.600 Rinder, die nach einer dreimonatigen Irrfahrt an Bord der „Elbeik“ am 19. März im spanischen Hafen Cartagena angekommen sind, werden nun ebenfalls getötet. Das haben die spanischen Gesundheitsbehörden angeordnet. Die Tierärzte, die die Tiere untersucht haben, hatten zuvor festgestellt, dass die Tiere „in sehr schlechter gesundheitlicher Verfassung“ sind. Laut Vier Pfoten berichteten die Ärzte über einen “starken Gewichtsverlust, der durch das Hervortreten von Rippen und Wirbelsäule offensichtlich wurde. Außerdem waren die Tiere völlig dehydriert. Viele waren in einem apathischen Zustand und kaum in der Lage, ihre Augen zu öffnen.”

Damit wiederholt sich die Tragödie der erst vor kurzem in Cartagena angekommenen „Karim Allah“, bei der letztendlich 864 junge Bullen notgetötet werden mussten. Die Tierschutz-Organisation fordert von der EU eine gründliche Untersuchung über die jüngsten Missstände und einen sofortigen Stopp von Schiffstransporten sowie von Transporten in EU-Drittstaaten.

Totalversagen der Behörden

„Die EU muss sich für dieses Totalversagen verantworten. Schon während der dreimonatigen Fahrt der „Elbeik“ sind 179 Rinder gestorben und über Bord geworfen worden. Das Schiff war laut den Veterinären überladen. Daher hatten die Tiere keine Möglichkeit, sich auf einer sauberen, trockenen Fläche hinzulegen; sie standen in ihrem Kot und Urin. Im Hafen von Cartagena wurden noch einmal zehn tote Tiere an Land gebracht. Nun müssen die restlichen Tiere einen völlig unnötigen Tod sterben – und das ist sogar noch die humanste Lösung. Wir verlangen Konsequenzen aus dieser unwürdigen Farce. Wie viele Tiere müssen noch gequält und getötet werden, damit die Politik endlich handelt?“, so Eva Rosenberg von Vier Pfoten.

Im Dezember 2020 legte der Lebendtiertransporter „Elbeik“ in Tarragona ab. Die Tiere hätten eigentlich in den Nahen Osten verkauft werden sollen. Gerüchte um eine angebliche Blauzungenkrankheit an Bord vereitelten die Pläne, und so irrte das Transportschiff drei Monate durchs Mittelmeer.

Tiertransport-Drama endet dort wo es begann

Bereits einige Tage nach Ablegen der Elbeik wussten die spanischen Behörden um den Verdacht der Tierseuche an Bord. Statt das Schiff zurück nach Europa zu ordern, dockte die Elbeik in türkischen Gewässern an und setzte so Kurs auf eine dreimonatige Tortur; denn sobald Lebendtiere aus der EU exportiert wurden, dürfen sie nicht mehr in die EU (re-)importiert werden.

Helfen Sie Vier Pfoten Lebentier-Transporte zu stoppen und unterschreiben Sie diese Petition hier!

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 28. März 2021, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 4. April 2021, 18:30 Uhr.

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