Tel Aviv

Menschen verschüttet

Mindestens zwei Tote bei Einsturz einer Tiefgarage in Tel Aviv

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Das Gebäude war noch im Bau - Mehrere Menschen wurden verschüttet.

Beim Einsturz eines Tiefgaragen-Rohbaus in Tel Aviv sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Rund 20 Menschen wurden verletzt, "vier oder fünf" weitere galten als vermisst, wie die israelische Rotkreuzorganisation Magen David Adom am Montag erklärte. Zuvor hatte die Polizei von sieben unter den Trümmern Verschütteten gesprochen, zu denen die Rettungskräfte zunächst keinen Kontakt hatten.

Vier Eingeschlossene konnten aus den Trümmern geborgen werden. Der Unglücksort glich einem riesigen Krater, aus dem Betonpfeiler und Metallstäbe ragten. Sondereinheiten der Armee halfen mit Spürhunden bei den Bergungsarbeiten.

Das Fernsehen zeigte Bilder von Sanitätern, die auf einer Trage zwei reglose Verletzte wegtrugen, die über und über mit Staub bedeckt waren. Mehrere Verletzte konnten sich selbst befreien. Der Unglücksort, an dem Dutzende Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizisten im Einsatz waren, wurde abgesperrt.

Kein Anschlag

Die Ursache des Unglücks, bei dem augenscheinlich Zwischendecken in der mehrstöckigen Tiefgarage einstürzten, war zunächst unklar. Der Rohbau liegt im Nordosten der Hafenmetropole Tel Aviv im Stadtviertel Ramat Hahajal, das zahlreiche Hightechfirmen beherbergt.

Die Polizei schloss die Möglichkeit eines Anschlags aus. Israel ist bekannt für mangelnde Baustellen-Sicherheit. Laut einem im Mai veröffentlichten Bericht des Arbeitsministeriums und der Nationalen Versicherungsanstalt ist die relative Zahl der Berufsunfälle von Bauarbeitern dort doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt. Zwischen den Jahren 2000 und 2015 starben demnach 480 Menschen auf Baustellen.

 

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