tschernobyl

25 Jahre danach

550 Millionen Euro für Tschernobyl-Schutz

Vertreter von rund 50 Staaten beraten über weitere Schutzmaßnahmen.

Anlässlich des 25. Jahrestags der Atomkatastrophe von Tschernobyl hat in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Dienstag eine internationale Geberkonferenz begonnen. Regierungsvertreter aus rund 50 Staaten kamen in Kiew zusammen, um über weitere Schutzmaßnahmen zu sprechen.

Internationale Gemeinschaft stellt 550 Millionen Euro bereit
Die internationale Gemeinschaft hat der Ukraine 550 Millionen Euro für den Bau eines neuen Schutzmantels um den Unglücksreaktor von Tschernobyl zugesagt. Diese Summe nannte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch am Dienstag auf einer internationalen Geberkonferenz in Kiew. Er hoffe, dass noch mehr zusammenkommen werde, sagte er. Zuvor hatte Janukowitsch die Kosten des neuen Sarkophags für die Atomruine mit 740 Millionen Euro beziffert.

EU stellt 110 Millionen Euro bereit
EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte bereits zu, dass die EU 110 Millionen Euro für die weiteren Arbeiten bereitstellen will. Mit dem Geld soll unter anderem der Bau einer neuen Schutzhülle um den havarierten Reaktor finanziert werden. Den ukrainischen Behörden fehlen zum Bau des neuen Sarkophags über dem am 26. April 1986 explodierten Reaktor hunderte Millionen Euro.


Erster Schutzmantel brüchig
Der erste Schutzmantel über dem Unglücksreaktor war innerhalb von acht Monaten nach der Reaktorexplosion 1986 errichtet worden. Er weist inzwischen Risse und Löcher auf und gilt daher als nicht mehr sicher.
 



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