Janukowitsch mit Fieber im Krankenhaus

Ukraine

Janukowitsch mit Fieber im Krankenhaus

Ukrainischer Präsident steht seit Monaten politisch unter Druck.

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch lässt sich nach offiziellen Angaben wegen hohen Fiebers in einem Krankenhaus behandeln. Der Staatschef leide an einer schweren Erkältung, sagte der stellvertretende Leibarzt Alexander Orda einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge.

Spekulationen
Besonders interessant ist die wilde Diskussion um den wahren Gesundheitszustand von Präsident Viktor Janukowitsch, beobachtet ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl ist in Kiew.: Mittwochnacht verhandelte er noch mit Klitschko und anderen Vertretern der Opposition. Es waren harte Gespräche, es ging um die Amnestie für inhaftierte Demonstranten. Die Verhandlungen begannen gegen 18.30 Uhr im Parlament. Danach musste Janukowitsch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Hohes Fieber. Angeblich die Folge einer übergangenen Grippe. Es hat derzeit minus 25 Grad in Kiew. Am Maidan-Platz wurde der Gesundheitszustand des Präsidenten wild diskutiert. Manche Medien berichten von einem Blutgerinsel, andere glauben gar an einen leichten Gehirnschlag. Offiziell gibt es dazu kein Statement. Sein Sprecher spricht nur von hohem Fieber.

Klitschko zu ÖSTERREICH
Auf dem Maidan gehen die Proteste unvermindert weiter. Die tausenden Menschen leiden zwar unter der wahnwitzigen Kälte. Sie harren aber aus. Sie wärmen sich an hunderten Holzfeuern. Leere Ölfässer wurden zu provisorischen Öfen umgebaut. Menschen bringen den Demonstranten warme Kleidung. Vor den Sammelstetlen türmen sich Berge von Wintermänteln, Pullover, selbstgestrickten Schals und Pullovern. Klitschko sagte zu ÖSTERREICH: "Wir werden unsere Posten auf dem Maidan nicht räumen, auch die besetzten Häuser nicht aufgeben. Wir kämpfen weiter".

Anhaltende Proteste gegen Janukowitsch
Janukowitsch steht seit Monaten massiv in der Kritik, nachdem er auf Druck Russlands ein historisches Partnerschaftsabkommen mit der EU in letzter Sekunde verweigert hatte. In der Hauptstadt Kiew fordern täglich Tausende seinen Rücktritt. Bei Straßenschlachten mit der Polizei gab es mehrere Tote.

 

Amnestiegesetz beschlossen
Unter dem Protest der Opposition hat das ukrainische Parlament am Mittwoch ein Amnestiegesetz für Demonstranten beschlossen, die während der seit Wochen andauernden regierungskritischen Proteste festgenommen wurden. Zur Bedingung wurde allerdings gemacht, dass alle besetzten Verwaltungsgebäude von den Regierungsgegnern geräumt werden müssen.
 

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