Lehrer surft während Unterricht auf Schmuddel-Seiten

Aber er vergaß Beamer abzustellen

Lehrer surft während Unterricht auf Schmuddel-Seiten

Während seine Schüler eine Prüfung schrieben, klickte er sich durch ominösen Seiten im Web. Was er nicht bemerkte: der Beamer projizierte alles an die Wand.

Das erlebt man auch nicht alle Tage. An einem Schweizer Gymnasium kam es zu einem äußerst pikanten Vorfall. Während die Schüler (9. Schulstufe) in Oberaargau eine Prüfung schrieben, suchte deren Informatiklehrer wohl Ablenkung. Anstatt sich mit Arbeit zu beschäftigen oder zumindest auf etwaige Schummeleien zu achten, surfte er auf pornografischen Seiten im Internet. Als ob das alleine nicht schon verwerflich genug wäre, hat er auf ein ganz wichtiges Detail nicht geachtet.

"Dabei vergaß er, den Beamer abzustellen", schildert eine seiner Schülerinnen (16) das Ganze gegenüber dem Schweizer "Blick". Der prekäre Inhalt schien prompt hinter ihm auf der Wand auf - für die ganze Klasse sichtbar. Einige der Jugendlichen sind gerade einmal 15 Jahre alt. Da er ihnen somit pornografischen Inhalt zeigte, machte er sich strafbar.

Wie die Schülerin weiter berichtet, habe es sich bei der ominösen Schmuddel-Webseite um eine Art Dating-Plattform gehandelt. Viele ihrer Mitschüler hätten sofort ihr Smartphone gezückt und alles fotografiert. Daraufhin bemerkte auch der Lehrer was los war und schaltete voller Scham den Beamer ab. Dann wurde ganz normal die Prüfung weitergeschrieben, erklärt die 16-Jährige.

Auch wenn sich die Schüler, wie sie erzählt, selbst nicht viel dabei dachten, blieb der Vorfall nicht lange unbemerkt. Als der Zwischenfall bis zur Schulleitung durchdrang, folgten prompt die Konsequenzen. Die Direktorin Barbara Kunz warf den Pädagogen wegen "Pflichtverletzung im Unterricht" raus.

Der Lehrer selbst zeige sich einsichtig, wie es heißt. Ob ein strafrechtliches Verfahren gegen ihn läuft, ist derzeit noch nicht bekannt.

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