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Heftige Debatte um TV-Beitrag

'Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau'

Ein TV-Beitrag des WDR-Kinderchors sorgt für große Empörung.
Der Beitrag eines Kinderchors in Dortmund sorgt derzeit nicht nur in Deutschland für große Empörung. Auf der Facebook-Seite von WDR 2 und in der Mediathek wurde stolz ein 45 Sekunden langes Video mit den Worten „Sie können singen – und sie können frech“ angekündigt. Der Text des Liedes sorgt dann aber für großes Kopfschütteln. 
 
„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau“, singt der Mädchen-Kinderchor. Dann geht es weiter: „Meine Oma fährt mit ‘nem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator. Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett. Weil Discounter-Fleisch so gut wie gar nix kostet. Meine Oma ist ‘ne alte Umweltsau.“ 
 
Aber auch das Reiseverhalten wird vom Chor angeprangert: „Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert. Stattdessen macht sie jetzt zehn Mal im Jahr ‘ne Kreuzfahrt. Meine Oma ist doch keine Umweltsau.“ Am Ende des Videos sehen die Kinder dann ernst in die Kamera: „We will not let you get away with this.“
 
 

Heftige Debatte

Kurz nach Veröffentlichung erntet der WDR einen heftigen Shitstorm für den Beitrag, der zwar als Satire gedacht war, dennoch aber viele Zuseher erzürnt. So meint etwa ein Twitter-User: „Gab es das nicht früher in Diktaturen - Volkserziehung über „Comedy“/Theater?“ 
 
 
Andere User erinnert der Beitrag ebenfalls an Zustände in Nordkorea oder anderen Diktaturen. 
 
Der österreichische Ex-Abgeordnete Marcus Franz zeigte sich auf Twitter besonders empört. Der ehemalige Politiker spricht von „lingsgrünem Dreck“ und „Kindesmissbrauch“. 
 
 

Beitrag wieder gelöscht

Der WDR reagierte schnell und löschte das Video innerhalb weniger Stunden. In einer Stellungnahme auf Facebook heißt es: Die unterschiedlichen Reaktionen seien „im besten Fall auch Sinn einer Satire, es handelt sich nicht um einen journalistischen Kommentar, sondern um die Zuspitzung eines Themas“.
 

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