Ägäis fordert die nächsten Todesopfer

Flüchtlingstragödie

Ägäis fordert die nächsten Todesopfer

Unter den Gekenterten sind mindestens 24 Tote und noch elf Vermisste.

Neues Flüchtlingsdrama in der Ägäis: Mindestens 24 Menschen sind am Donnerstag vor der griechischen Insel Samos ums Leben gekommen, als ihr Boot kenterte. Unter den Opfern sind auch zehn Kinder. "Es ist fürchterlich", sagte ein Offizier der Küstenwache. Elf Menschen würden noch vermisst. Schiffe der Küstenwache und der EU-Grenzschutzagentur Frontex suchten nach ihnen.

Zehn Gerettete
Die zehn geretteten Flüchtlinge standen alle unter Schock und wurden auf Samos ins Krankenhaus gebracht. Bereits am Vortag waren sieben Flüchtlinge vor der Insel Kos ums Leben gekommen. Die EU-Kommission warf in einem Bericht am Mittwoch der griechischen Regierung vor, ihrer Pflicht zum Schutz der EU-Außengrenzen nicht nachgekommen zu sein.

44.000 Migranten seit Jahresbeginn
Trotz Winterwetter begeben sich immer noch jede Woche tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäische Union. Seit Jahresbeginn und bis zum 24. Jänner sind nach Angaben des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 44.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Meistens erklärten sie, sie seien aus dem Kriegsland Syrien. 200 Menschen starben auf ihrem Weg auf dem Mittelmeer bzw. gelten als vermisst.

Nur 89 Asylanträge in Mazedonien
Auf der Balkanroute sind unterdessen seit Jahresbeginn nach slowenischen Angaben mehr als 50.000 Flüchtlinge unterwegs gewesen. Bis Donnerstag früh seien 50.898 Menschen durch Slowenien in Richtung Österreich und Deutschland gezogen, teilte die Polizei in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana mit. In Mazedonien wurden in den vergangenen sechs Monaten insgesamt 437.000 Flüchtlinge registriert, seit Jahresbeginn 48.3743. Nur 83 Flüchtlinge haben sich 2015 dazu entschlossen, in Mazedonien um Asyl zu ersuchen, weitere sechs im Jänner.

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