atombombe

UNO-Bericht

Atom-Kooperation von Nordkorea und Iran

Das Papier wurde auf Druck Chinas sechs Monate geheim gehalten.

Nordkorea liefert einem bisher geheim gehaltenen Bericht der Vereinten Nationen zufolge Atomtechnik und Rüstungsgüter heimlich an den Iran. Außerdem erhielten Syrien und Burma Technologie, Know-How und Material für Atomprogramme aus Pjöngjang, heißt es in dem am Freitag in New York veröffentlichten Expertenbericht für den UN-Sicherheitsrat. Das Papier wurde UN-Diplomaten zufolge auf Druck Chinas sechs Monate lang geheim gehalten.

Besondere Aufmerksamkeit
Die Experten riefen die internationale Gemeinschaft zu "besonderer Aufmerksamkeit" auf, um diese Lieferungen zu unterbinden. Nordkorea bediene sich Techniken wie Strohfirmen oder Bargeld-Kuriere, um die Transporte zu verschleiern und die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen zu umgehen.

Pjöngjang hatte erstmals im Oktober 2006 und dann im Mai 2009 Atomwaffen getestet. Kurz vor dem zweiten Test war Nordkorea aus den Sechser-Gesprächen mit China, Südkorea, den USA, Japan und Russland über sein umstrittenes Atomwaffenprogramm ausgestiegen. Nordkorea kündigte seitdem immer wieder an, die Verhandlungen wieder aufnehmen zu wollen, machte aber stets direkte Verhandlungen mit den USA zur Bedingung. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms ebenfalls nach Atomwaffen zu streben. Anfang Juli verhängte der UN-Sicherheitsrat erneut Sanktionen gegen Teheran.

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