Baby im Arm der Mutter von herabfallendem Ast erschlagen

Borkenkäfer-Gefahr

Baby im Arm der Mutter von herabfallendem Ast erschlagen

Eine 32-jährige Mutter und ihr Baby wurden in Bodetal (Sachsen-Anhalt) von einem herabfallenden Ast getroffen. Der dreieinhalb Monate alte Sohn erlag ihren Verletzungen.

Sachsen-Anhalt. Eigentlich hätte der Geburtstag der Oma gefeiert werden sollen - bei einem Waldspaziergang nach dem Geburtstagsessen geschah jedoch schreckliches. Bei dem Familien-Spaziergang im Wald von Altenbrak (Sachsen-Anhalt) wurde eine 32-jährige Frau und ihren erst dreieinhalb Monate alte Sohn von einem herabfallenden Ast getroffen. Der Säugling erlag dabei der schwere seiner Verletzungen.

Die Mutter trug ihr Söhnchen dabei in einem Wickeltuch vor ihrem Körper. Angehörige der Frau verständigten umgehend die Rettungskräfte. Der Großvater der 32-Jährigen nahm das Baby dabei auf den Arm und lief laut Berichten der "Bild" in Richtung Straße, um das verletzte Enkelchen den Rettungskräften zu übergeben. Kurze Zeit später landete ein Rettungshubschrauber auf einem Parkplatz der nahe gelegenen Waldbühne. Per Hubschrauber wurden das Baby in die Uniklinik Magdeburg und die Mutter ins Krankenhaus Nordhausen geflogen. "Oben auf der Brücke über der Bode standen mehrere Rettungswagen", erklärte ein Anwohner im Talk mit der "Bild".

Drei Tage nach dem Unglück erlag das Baby seinen Verletzungen. Die Mutter liegt soll immer noch im Koma liegen. 

Borkenkäfer als Übeltäter?

Im Gespräch mit der "Bild" erklärte Dr. Michael Müller, Professor für Waldschutz an der TU Dresden: "Neben der andauernden Trockenheit schädigen Borkenkäfer die Bäume. Durch die von ihnen gefressenen Löcher können Pilze eindringen, die dann das Lingin im Holz zersetzen.“ Genau das sorgt für die Festigkeit im Holz. Fehlt die, wird es gefährlich, sagt Professor Müller: „Vor allem Rotbuchen können ohne Zutun von Wind unter ihrem eigenen, schweren Gewicht zusammenbrechen!"

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