Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel aus NY

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Verfolgen Sie hier die aktuellen News aus aller Welt in unserem Nacht-Ticker.

Herbert Bauernebel berichtet LIVE



 03:55

"Le Monde"-Direktor Gilles van Kote zurückgetreten

Nach dem überraschenden Votum der Belegschaft der renommierten französischen Tageszeitung "Le Monde" gegen die Ernennung von Jerome Fenoglio zum neuen Chef ist der Interims-Publikationsdirektor Gilles van Kote zurückgetreten. In einem Brief an den Herausgeber, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, begründete er am Donnerstag seine Entscheidung damit, dass zunächst die Besitzer der Zeitung seine Kandidatur als Direktor nicht unterstützt hätten und dann auch noch der von ihm unterstützte Fenoglio gescheitert sei. Die Journalisten von "Le Monde" hatten am Mittwoch Fenoglio als neuen Chef des traditionsreichen Blattes überraschend abgelehnt. Die bisherige Nummer zwei der Zeitung erhielt statt der benötigten 60 Prozent lediglich 55 Prozent der Stimmen, die Belegschaft folgte damit nicht dem Vorschlag der Zeitungsbesitzer.

 02:51

Deutsches Verteidigungsressort will Abwehrsystem "Meads" beschaffen: Im deutschen Verteidigungsministerium ist offenbar die Entscheidung über eines der wichtigsten und teuersten Rüstungsvorhaben des nächsten Jahrzehnts gefallen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) soll der Nachfolger für das Raketenabwehrsystem "Patriot" von der Firma MBDA kommen, die das gemeinsam mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin entwickelte System "Meads" zur Serienreife bringen soll. Damit hätte der "Patriot"-Hersteller Raytheon das Nachsehen, der mit einer modernisierten Variante seines Systems im Rennen war. Die Entscheidung gilt als eine der zentralen rüstungspolitischen Weichenstellungen der Legislaturperiode.

 02:05

ISIS-Milizchef Baghdadi rief Unterstützer zur Gefolgschaft auf

Der Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS, ISIS), Abu Bakr al-Baghdadi, hat einer Audiobotschaft zufolge Unterstützer in der gesamten Welt zur Gefolgschaft aufgerufen. "Es gibt keine Entschuldigung für Muslime, nicht zum Islamischen Staat zu wechseln", sagte der IS-Chef in der am Donnerstag online gestellten Botschaft. Eine Beteiligung am Kampf sei eine Pflicht für jeden Muslim. "Wir fordern dazu auf, Euch entweder zu beteiligen oder Waffen zu tragen, wo auch immer Ihr seid." Die Echtheit der Botschaft ließ sich zunächst nicht verifizieren. Es wäre die erste des IS-Chefs seit Monaten. Über Baghdadis Gesundheitszustand war seit Berichten über eine Verletzung bei einem Luftangriff spekuliert worden.

 01:39

Tumulte nach Bestätigung von Netanyahus Regierung

Zwei Monate nach seinem Wahlsieg hat Israels konservativer Ministerpräsident Benjamin Netanyahu seine neue Regierung vorgestellt. Vor der Vereidigung stimmten am Donnerstag 61 von 120 Parlamentsabgeordneten in einem Vertrauensvotum für die neue rechts-religiöse Koalition. 59 Abgeordnete der Knesset votierten gegen Netanyahus Regierung. Die Zahl der Ja-Stimmen entsprach damit genau der Anzahl der Abgeordneten von Netanyahus Koalition. Unter lauten Zwischenrufen der Opposition verlas der Likud-Chef, der seine vierte Amtszeit antritt, die Namen seiner Minister. Mehrere Abgeordnete wurden während der tumultartigen Sitzung, die mit zweistündiger Verspätung begonnen hatte, von Ordnern aus dem Saal geführt.

 00:59

Deutsche Marine rettete fast 300 Flüchtlinge vor Libyen

Die deutsche Marine hat am Donnerstag fast 300 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus dem Mittelmeer gerettet. Die Fregatte "Hessen" nahm insgesamt 294 Menschen von drei Booten in Seenot an Bord, wie das deutsche Verteidigungsministerium in der Nacht auf Freitag mitteilte. Darunter seien 263 Männer, 28 Frauen und drei Kinder. Das Kriegsschiff sei nun auf dem Weg nach Pozzallo auf Sizilien, um die Menschen dort am Freitagvormittag in die Obhut der italienischen Behörden zu geben. Die Außen- und Verteidigungsminister der Europäischen Union wollen am Montag in Brüssel über ein härteres Vorgehen gegen die Schlepperbanden im Mittelmeer beraten, die Flüchtlinge aus zahlreichen Staaten von Libyen aus nach Europa schleusen. Die beiden deutschen Kriegsschiffe im Mittelmeer hatten bereits zu Beginn ihres Einsatzes vor einigen Tagen mehr als 400 Flüchtlinge aus Seenot gerettet.

 00:10

US-Kongress bekommt Mitspracherecht bei Atomvereinbarung mit dem Iran: Der US-Kongress bekommt ein Mitspracherecht bei dem geplanten internationalen Atomabkommen mit dem Iran. Eine Woche nach dem Senat passierte ein entsprechendes Gesetz am Donnerstag mit einer überwältigenden Mehrheit von 400 zu 25 Stimmen auch das Repräsentantenhaus. Das Gesetz geht nun zur Unterzeichnung an US-Präsident Barack Obama, der den Kompromiss mitträgt. Die oppositionellen Republikaner und Obamas Demokraten hatten Mitte April vereinbart, dass der Kongress nicht während der Verhandlungen über die Atomvereinbarung interveniert und dafür das Recht erhält, das finale Abkommen 30 Tage lang zu prüfen. Erst dann dürfe der Präsident die gegen Teheran verhängten Sanktionen lockern. Außerdem müsse der Kongress alle 90 Tage darüber unterrichtet werden, ob sich der Iran an die Bedingungen des Abkommens hält.

 23:46

Sexlehrerin nach Affäre mit 14-Jährigem verhaftet

Ein Schüler hatte seine Handy-Nummer auf die Tafel geschrieben in der Hoffnung, dass ihn Schulkameradinnen kontaktieren würden. Stattdessen meldete sich Irene Khan, eine Lehrerin an einer Schule in Melbourne (Florida). Es folgten zahlreiche Sextreffen in den nächsten Monaten in Motels, ihrem Auto und ihrer Wohnung. Jetzt bekannte sich Khan vor Gericht schuldig. Es drohen 30 Jahre Haft.

 23:31

Football-Star Brady legte gegen Sperre Berufung ein

Starquarterback Tom Brady von Superbowl-Sieger New England Patriots hat am Donnerstag wie erwartet Berufung gegen seine vier Spiele Sperre eingelegt, die ihm die National Football League (NFL) in der Affäre um zu weiche Bälle auferlegt hat. Der Einspruch erfolgte pünktlich eine Stunde vor Ablauf der Frist durch die Spielergewerkschaft der NFL. Brady (37) war am Montag im Zuge der sogenannten "Deflategate"-Affäre gesperrt worden. Dabei war ein mutmaßlicher Verstoß der Patriots im Conference-Finale im Jänner gegen die Indianapolis Colts (45:7) sanktioniert worden. Bei der Partie hatten elf der zwölf Patriots-Bälle in der ersten Hälfte weniger Luft als zugelassen, obwohl sie im Vorfeld von den Schiedsrichtern überprüft und für gut befunden worden waren.

 22:55

Drama bei Kult-Serie “The Simpsons”: Stimme vieler Charaktäre wirft das Handtuch… Der berühmten “Fox”-Comicsserie “The Simpsons” könnten radikale Änderungen bevorstehen. Die Macher könnten gezwungen werden, einen der wichtigsten Schauspieler hinter gleich mehreren der gelben Figuren zu ersetzen: Harry Shearer verlieh Ned Flanders, Smithers und Mr. Burns die Stimme. Nach einem Tauziehen mit den Produzenten wurde sein Vertrag für die nächsten Staffeln nicht verlängert.

 22:35

Mann wegen Drohnenflug vor White House verhaftet

Wieder ein Zwischenfall vor dem Amtssitz von US-Präsidenten Barack Obama: Das “Secret Service" nahm einen Mann fest, nachdem er im nahen Lafayette Park eine Mini-Drohne zirka 30 Meter hoch aufsteigen ließ. Die Agenten hatten die Landung der Drohne angeordnet und das Gerät untersucht. Obama war nicht im White House, er leitet einen Nahost-Gipfel in Camp David.

 22:26

Jeb Bush taumelt in den Präsidentschaftswahlkampf…

Der Ex-Florida-Gouverneur will als dritter Bush ins Oval Office, doch leichter ist das Vorhaben nach dieser wahren Horror-Woche für Jeb Bush nicht geworden. Am schlimmsten wiegt der Schnitzer, den sich der Republikaner bei einem Interview auf “Fox News” am Montag leistete: Gefragt, ob er – nach heutigem Wissensstand – ebenfalls die Invasion des Iraks befohlen hätte wie seine Bruder George W. Bush 2003, antwortete Bush: “Natürlich…” Da aus heutiger Sicht der Irak-Krieg fast einhellig als einer der schlimmsten Fehlentscheidungen in der US-Außenpolitik aller Zeiten angesehen wird, schien Bushs Aussage mehr als verwunderlich. Vor allem für einen Kandidaten, der sich von seinem unpopulären Ex-Präsidenten-Bruder eigentlich hätte distanzieren wollen. Jetzt rudert Jeb Bush zurück: Mit dem heutigen Wissensstand hätte er als Oberbefehlshaber keinen Kriegsbefehl erteilt, stellte er bei einem Auftritt in Phoenix nach Tagen des Lavierens fest. Es war nicht das einzige Debakel diese Woche. Erst am Mittwoch hatte ihn eine 19-Jährige Studentin bloßgestellt, nachdem Bush die Außenpolitik von Präsidenten Obama kritisierte: “Ihr Bruder hat ISIS erst erschaffen”, schoss Ivy Ziedrich zurück. Das Video verbreitete sich viral, die Studentin wurde zum Internet-Star. Zwischendurch hatte Bush sich auch noch verplappert und sein Antreten für das Oval Office “offiziell” gemacht: „Ich kandidiere 2016 für die Präsidentschaft“, rutschte es ihm raus. “Wow”, resümierte “New York Times”-Kolumnistin Gail Collins: “Jeb Bush ist wirklich furchtbar…”

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