Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel aus NY

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Verfolgen Sie hier die aktuellen News aus aller Welt in unserem Nacht-Ticker.

Herbert Bauernebel berichtet LIVE



 03:45

Joan Baez und Ai Weiwei von Amnesty International ausgezeichnet: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die US-Folksängerin Joan Baez und den chinesischen Künstler Ai Weiwei zu "Botschaftern des Gewissens" ernannt. Die Auszeichnungen wurden am Donnerstagabend bei einer feierlichen Veranstaltung in Berlin überreicht, wie Amnesty mitteilte. Die beiden Künstler seien "herausragende Persönlichkeiten, die wissen, was es bedeutet, für ihre Überzeugungen ein hohes Risiko einzugehen", sagte die Amnesty-Generalsekretärin in Deutschland, Selmin Caliskan. Zu den Laudatoren gehörte auch die legendäre Punk-Rock-Musikerin Patti Smith, die Baez für ihren Einsatz lobte: Baez habe nie eine Führungsrolle angestrebt, aber "sie ging mit gutem Beispiel" voran. Baez rief dazu auf, sich im Kampf gegen Ungerechtigkeit mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen.

 02:44

Sechs US-Cops nach Tod von Freddie Gray angeklagt

Im Zusammenhang mit dem Tod des Afroamerikaners Freddie Gray nach seiner Festnahme in Baltimore sind sechs Polizeibeamte offiziell angeklagt worden. Das habe eine Grand Jury aus Laienrichtern am Donnerstag entschieden, teilte die Staatsanwaltschaft in der US-Ostküstenstadt mit. Allen Beamten wird Gefährdung zur Last gelegt, vier von ihnen soll auch wegen Totschlags der Prozess gemacht werden. Der Vorwurf wegen unzulässiger Inhaftierung in drei Fällen wurde fallen gelassen. Die Grand Jury habe genügend Anhaltspunkte für eine Anklage gesehen, sagte Staatsanwältin Marilyn Mosby vor Journalisten. Die Beamten sollten am 2. Juli zur Verlesung der Anklage vor Gericht erscheinen. Bis zu einer Verurteilung gelte die Unschuldsvermutung, fügte Mosby hinzu. Den Angeklagten drohen je nach Vorwurf Haftstrafen zwischen zehn und 30 Jahren.

 02:16

Deutscher BND-Chef räumt Fehler bei Kooperation mit NSA ein: Der Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, hat Versäumnisse seines Hauses bei der Kooperation mit dem US-Geheimdienst NSA eingeräumt. Er verteidigte aber die Zusammenarbeit mit den Amerikanern vehement. Die von der NSA übermittelten Suchkriterien für die abgefangenen Daten der Abhörstation in Bad Aibling seien nicht ausreichend gecheckt worden, sagte der Chef des Bundesnachrichtendienstes am Donnerstagabend im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. "Die Überprüfung der Selektoren war von Beginn an unvollständig." Es gebe organisatorische Mängel, die abgestellt werden müssten. Die Kooperation mit der NSA sei aber unverzichtbar. Der BND überwacht von Bad Aibling aus internationale Satellitenkommunikation aus Krisenregionen wie Afghanistan oder Somalia und lässt die NSA an den abgefischten Daten teilhaben. Die NSA übermittelt dazu seit 2005 Suchbegriffe (Selektoren) wie Handynummern oder Mail-Adressen, um die BND-Datensammlung danach durchsuchen zu lassen. Der US-Geheimdienst nutzte die Kooperation aber über Jahre auch dazu, um an Daten europäischer Ziele heranzukommen.

 01:44

Raumfrachter "Dragon" wieder zur Erde zurückgekehrt

Der private Raumfrachter "Dragon" ist nach seiner bisher längsten Mission von der Internationalen Raumstation ISS wieder zur Erde zurückgekehrt. "Dragon zurück im Nest", twitterte das US-Unternehmen SpaceX, nachdem die Kapsel mit Fallschirmen am Donnerstag (Ortszeit) vor der kalifornischen Küste im Pazifischen Ozean niederging. Rund neun Stunden zuvor hatte die Transportkapsel von der ISS abgelegt. "Dragon hat gerade seinen längsten Aufenthalt an der Raumstation beendet", twitterte SpaceX nach dem Abkoppeln. Die Kapsel brachte rund 1,4 Tonnen zurück zur Erde - darunter alles vom Material für wissenschaftliche Experimente bis zu hin zum Müll. Am 17. April hatte "Dragon" nach dreitägiger Reise und mit zwei Tonnen wissenschaftlicher Geräte und Versorgungsgütern an der Raumstation angelegt. Der nächste Start ist für Juni geplant.

 00:51

Merkel und Hollande diskutierten mehr als zwei Stunden mit Tsipras: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande haben in Riga mehr als zwei Stunden mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras über Lösungsmöglichkeiten für Athens Schuldenkrise diskutiert. Die drei trafen sich am Rande des EU-Gipfels in einem Hotel, um über ein Ende des Streits über neue Milliardenhilfen für Athen zu beraten. Über den Inhalt des Gesprächs wurde in der Nacht auf Freitag zunächst nichts bekannt. Merkel rief den wartenden Journalisten nach dem Krisentreffen lediglich ein "Gute Nacht" zu. Tsipras verließ mehrere Meter hinter Merkel und Hollande das Tagungszimmer. Die Euroländer fordern von dem pleitebedrohten Griechenland im Gegenzug für weitere Unterstützung weitreichende Reformzusagen. Bis zuletzt hatte es die Regierung in Athen nicht geschafft, eine überzeugende Liste mit Vorschlägen vorzulegen.

 00:16

Offenbar Doppelmord in Wien-Donaustadt

Im 22. Wiener Gemeindebezirk hat sich offenbar ein Doppelmord ereignet. Ein älteres Ehepaar sei von Angehörigen tot in einem Einfamilienhaus in der Böckingstraße in Wien-Donaustadt aufgefunden worden, teilte Polizei-Pressesprecher Paul Eidenberger der APA mit. Das Auto des Ehepaars fehle und die Wohnung sei durchwühlt worden. Die Spurensicherung sei noch im Gange, so Eidenberger. Ob es sich um einen Raubmord handelt, sei im Moment noch nicht gewiss. "Es sieht nach Doppelmord aus."

 23:30

Turnen: Drei Brasilianer wegen rassistischer Videos gesperrt

Drei Turner des brasilianischen Nationalteams haben sich wegen mutmaßlich rassistischer Äußerungen eine Sperre von 30 Tagen eingehandelt. Sie trat am Donnerstag nach einer Entscheidung des nationalen Gymnastik-Verbandes (CBG) von Mittwoch in Kraft. Arthur Nory Mariano, Fellipe Arakawa und Henrique Flores hatten sich in einem Internet-Video über ihren schwarzen Gymnastik-Kollegen Angelo Assumpcao (18) unter anderem mit der Frage lustig gemacht: "Tüte aus dem Supermarkt? Ist weiß. Mülltüte? Ist schwarz!". Das war dem Verband zu viel. Er suspendierte die drei Sportler von allen nationalen und internationalen Wettbewerben für 30 Tage und strich für die Zeit auch etwaige finanzielle Unterstützungen. Vermutlich wird das oberste Sportgericht sich nun mit dem Fall befassen.

 23:02

Apple versucht neuen Angriff auf Google mit verbessertem Kartendienst: Die Einführung der Apple-App “Maps” geriet einst zu einem der großen Debakel für die Hightech-Firma: Wichtige Features fehlten, Orte waren falsch eingezeichnet, misslungene 3D-Darstellung berühmter Gebäude sorgten für Heiterkeit im Web. Jetzt versucht Apple den Neustart: In einer neuen Version, die nächstes Monat in San Francisco präsentiert werden soll, sind nun auch Routenplaner für öffentliche Verkehrsmittel wie die New Yorker Subway integriert. Der neue Dienst könnte mit der nächsten Version des mobilen Betriebssystems, iOS9, im Spätsommer starten. Apple soll gleichzeitig auch Roboter entwicklen, die künftig Karten vom Inneren von Gebäuden erstellen könnten, so Reports.

 22:46

Star aus TV-Rekordfamilie als Kinderschänder enttarnt? Jim Bob Duggar und seine Frau zeugten 19 Kinder und wurden mit der Reality-TV-Serie “19 Kids and Counting” zu Berühmtheiten in den USA. Jetzt wurde bekannt, dass die Polizei gegen einen der Söhne des extrem religiösen Paares wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung minderjähriger Mädchen im Jahr 2006 ermittelt hatte. Unter den Opfern sollen sich auch einige seiner Schwestern befunden haben. Josh Duggar, heute 27, hat selbst bereits drei Kinder. Der Fall ist jedoch verjährt. Die Reaktion der TV-Familie: “Das hat uns alles näher zu Gott gebracht…”

 22:30

Mit DNA-Test überführt: Jagd nach Vierfach-Mörder

Der Mord an einem Geschäftsmann, seiner Frau, dem Sohn des Paares und einer Haushälterin in Washington DC scheint geklärt – doch der mutmaßliche Killer war Donnerstagnachmittag noch auf der Flucht. Die Kripo hatte auf Resten einer Pizza, die der Mörder aß während er die Familie eine Nacht lang als Geiseln hielt, DNA-Spuren gefunden. Als Tatverdächtiger wurde Daron Dylon Wint (34) identifiziert. Die Polizei veröffentlichte Fahndungsfotos und bat die Bevölkerung um Mithilfe. Es gab Warnungen: Der Gewaltverbrecher sei bewaffnet und gefährlich. Die Suche konzentrierte sich zunächst auf Brooklyn (New York): Dort lebt die Freundin des Gesuchten. Cops des NYPD hätten sie laut Medienberichten bereits befragt. Laut dem Sender CNN hätte sie mit ihm telefoniert: Er wollte sich der Polizei stellen, sagte die Frau. Wint, so der Verdacht, war vor einer Woche in die 4,5 Millionen Dollar teuere Villa von Savvas Savopoulos eingedrungen, hatte den Firmenchef, dessen Frau Amy, den Sohn und eine Haushaltshilfe zunächst als Geiseln genommen. Das Kind soll dabei gefoltert worden sein. Ein Assistent hätte laut der “Washington Post” 40.000 Dollar Cash zu dem Haus gebracht. Am nächsten Tag tötete Wint offenbar jedoch alle vier Opfer, setzte das Haus in Brand.