Emirates Bruchlandung

Dubai

Der tragische Held der Emirates-Bruchlandung

Er half bei den Löscharbeiten am brennenden Jet und bezahlte dafür mit seinem Leben. 

Bei einer Bruchlandung in Dubai sind 300 Insassen einer Passagiermaschine von Emirates knapp einer Katastrophe entkommen. Flug EK521 aus dem südindischen Bundesstaat Kerala ging nach der Landung am Mittwoch in Flammen auf. Der tragische Held der Katatsropghe war Jasim Issa Mohanned Hassan. Der 27-Jährige Feuerwehrmann starb in dem Kampf mit den Flammen. Kurz zuvor konnten die 282 Fluggäste und 18 Besatzungsmitglieder die Maschine verlassen.

Saif Al Suwaidi, Direktor der zivilen Luftfahrtbehörde sagte er hätte "die Leben anderer gerettet". "Im amen der Behörde spreche ich der Familie des Opfers unser Beilied aus. Ich verbeuge mich vor seinem ultimativen Opfer, das so viele andere vor dem Tod bewahrt hat. Meine Gedanken und Gebete gelten seiner Familie", wird Al Suwaidi von der britischen "Sun" zitiert.

Wie die "Khaleej Times" berichtet, war Hassan der Älteste von sechs Kindern. Sein Onkel sagte der Zeitung gegenüber: "Er war der beste Bruder, der beste Freund und der beste Sohn. Alle vermissen ihn sehr". "Er hatte sein ganzes Leben diesem riskanten Job gewidmet und war für sein Engagement bekannt", so Ibrahim.

Video zum Thema: Emirates Maschine legt Bruchlandung hin

Keine Österreicher an Bord

Emirates-Boss Scheich Ahmed Bin Said al-Maktum sagte, unter den Insassen gebe es lediglich einige Verletzte. In der Maschine befanden sich keine Österreicher, hieß es vonseiten des Außenministeriums gegenüber der APA.

Zur Unglücksursache habe man dagegen noch nicht "alle Informationen". Videos im Internet zeigten die Boing 777-300, wie sie - mit Schlagseite - auf dem Rumpf über das Flughafen-Gelände schlitterte. Kurz nach der Evakuierung fing die Maschine Feuer und brannte komplett aus.

Pilot: "Wir sahen Flammen"

Der indische Nachrichtensender NDTV zitierte einen Piloten, der die Landung mitverfolgte: "Wir sahen große Flammen, dann schlug der Rumpf auf die Landebahn, und das rechte Fahrwerk brach, danach auch die rechte Turbine." Das Flugzeuge habe den Boden dabei zuerst mit dem hinteren Teil berührt. Nach Aussage von Flugsicherheitsberater Heinrich Großbongardt herrschten zur Unglückszeit schwierige Windbedingungen am internationalen Flughafen in Dubai. Hinweise auf technische Probleme während des Fluges habe es zunächst nicht gegeben.

"Unsere höchste Priorität im Moment ist die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten", teilte Emirates mit. Es werde eine stundenlange Verspätung aller Flüge "im Netzwerk" erwartet. 28 Flüge wurden gestrichen oder mussten umgeleitet werden. Der Flughafen Dubai, eines der größten Drehkreuze der Welt, setzte seinen Flugbetrieb bis zum Abend aus.

Zunächst keine Berichte über Verletzte

Indische Medien berichteten über einige Leichtverletzte durch den harten Aufprall und Rauchgasvergiftungen. Von offizieller emiratischer Seite hatte es zunächst geheißen, es gebe keine Berichte über Verletzte. Flug EK521 war am Mittwochmorgen in der Stadt Thiruvananthapuram in Indien gestartet und nach etwa dreieinhalb Stunden - um 10.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit - am Drehkreuz Dubai angekommen. Die meisten Insassen waren Inder.

Nach Angaben der Seite "Flightradar24", die Flugdaten weltweit erfasst, handelte es sich bei der verunglückten Maschine um eine Boeing 777-300 A6-EMW, die im März 2003 an Emirates geliefert worden sei. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gilt als eine der sichersten der Welt.
 



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