Die letzte Mail des Todespiloten

Germanwings-Absturz

Die letzte Mail des Todespiloten

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Im letzten Mail an seinen Therapeuten offenbart Andreas Lubitz seine psychischen Probleme.

Es war eine Wahnsinnstat. Im März 2015 entschied der deutsche Pilot Andreas Lubitz († 27), seinem Leben ein Ende zu setzen, und steuerte eine Germanwings-Maschine in einen Berg in den französischen Alpen - und tötete damit 149 weitere Personen. Lubitz hatte psychische Probleme und hätte eigentlich nicht fliegen dürfen. 41 Ärzte besuchte er vor dem Crash. In einem von Bild veröffentlichten letztem E-Mail an seinen Therapeuten wird Lubitz' Verzweiflung deutlich.

Schlaflos
„Nächte, in denen ich nicht schlafe.“ Die Einnahme eines Antidepressivums schaffte keine Besserung, er verdoppelte die Dosis: „Mit der höheren Dosis bin ich eher unruhiger und habe manchmal etwas Panik in Bezug auf die Augen.“. Lubitz klagt über Sehstörungen und schrieb, „dass ich Angst habe blind zu werden.“. Wegen der Angst „kreisen die Gedanken ständig darum und der Stress erhöht sich“. Er schlafe nur „2 Stunden pro Nacht“, es gebe „Nächte, in denen ich gar nicht schlafe“.

Immer in Angst
Lubitz will neues Medikament. Lubitz fragt, ob er ein angstlösendes Mittel verschrieben bekommen könnte, „um dann zur Ruhe zu kommen und (hoffentlich) Schlaf zu finden“. Die Verzweiflung gipfelte im Todesflug.

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