Er will die Costa 
Concordia bergen

Giglio

Er will die Costa 
Concordia bergen

612 Tage nach dem Unglück von Giglio soll die Costa Concordia heute aufgerichtet werden.

Ein Jahr lang haben 500 Techniker an dem Schiffswrack gearbeitet. 30.000 Tonnen Stahl wurden verbaut. 56 Stahlseile gespannt. 1.200 Zementsäcke verlegt. Und heute wird sich herausstellen, ob sich das alles gelohnt hat. Denn um Punkt 6 Uhr soll heute mit dem Anheben der havarierten Costa Concordia vor der italienischen Mittelmeerküste begonnen werden. Und das wird nicht einfach werden.

Denn die Costa Concordia bringt es noch immer auf ein Gesamtgewicht von 114.500 Tonnen und mit einer Länge von 290 Metern mutmaßen einige Experten: Durch zusätzliche Belastungen einer versuchten Bergung könnte sie einfach in der Mitte auseinanderbrechen oder sogar einfach Richtung Meeresgrund abrutschen.
Um 18 Uhr soll das Wrack wieder aufrecht stehen

In jedem Fall hat Chef-Ingenieur Nick Sloane (52) nur einen Versuch, um das Kreuzfahrtschiff wieder aufzustellen. Misslingt dieser, muss die Costa Concordia vor Ort in Einzelteile zerlegt und mühsam abtransportiert werden.

Geplant ist nun mithilfe von Stahlseilen, das Wrack Zentimeter um Zentimeter in eine aufrechte Position zu ziehen. Auf der Backbordseite wurden Schwimmkästen befestigt und eine riesige Plattform gebaut, die die Concordia auffangen soll.

Geht alles gut, wird das Wrack heute um 18 Uhr aufrecht stehen.
(mud)



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