US-Präsident Donald Trump geht nicht auf Konfrontation zum russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Es gebe keine Hinweise dafür, dass Russland dem Iran helfe, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) an Bord des Regierungsfliegers Air Force One vor Journalisten. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff erklärte hingegen, er habe an Russland kommuniziert, dass die Regierung in Moskau dem Iran keine Hinweise auf Ziele oder andere Hilfe geben solle. "Das habe ich deutlich gesagt."
Auf die Frage, ob er glaube, dass Russland das tatsächlich tue, sagte Witkoff, er hoffe nicht. Präsident Trump gab später auch an, dass sie es nicht wüssten. Wenn Russland es tue, würde das Land es nicht besonders gut machen, sagte er - denn um den Iran sei es nicht gut bestellt. Witkoff, der sich in Moskau bereits mehrfach mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen hat, leitet die US-Delegation bei Gesprächen mit Moskau und Kiew für ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Medien: Russland versorgt Iran mit Informationen
Mehrere Medien hatten jüngst berichtet, dass Russland dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten liefere. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten etwa der US-Sender CNN und die "Washington Post".
Die "Washington Post" hatte sich dabei auf drei mit den Geheimdiensterkenntnissen vertraute Beamte gestützt. Das genaue Ausmaß der russischen Hilfe sei unklar, hatte es geheißen. Die Fähigkeiten des iranischen Militärs zur Ortung von US-Streitkräften seien jedoch seit Beginn der Angriffe auf den Iran am 28. Februar beeinträchtigt.
Russland ist offiziell nicht an dem Krieg beteiligt. Moskau und Teheran haben zuvor im Rüstungsbereich zusammengearbeitet, so lieferte etwa der Iran Russland zu Beginn des Ukraine-Kriegs Drohnen vom Typ Shahed. Ein militärischer Beistand oder größere Waffenlieferungen für den Partner im Nahen Osten scheinen jedoch aktuell nicht im Raum zu stehen. Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine sind die russischen Kapazitäten ohnehin stark ausgelastet.