AKW-Abbau: Slowakei fordert EU-Geld

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AKW-Abbau: Slowakei fordert EU-Geld

Die EU soll für die Slowakei mehr Geld für den Abbau von Sowjet-Reaktoren zahlen.

Die Slowakei will von der Europäischen Union mehr Geld für den Abbau zweier stillgelegter Atomreaktoren aus der Sowjetzeit. Die slowakische  Regierung werde Brüssel bitten, das Doppelte der bereits gezahlten 115 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um die Kosten für den Rückbau der zwei Meiler im Atomkraftwerk Jaslovske Bohunice im Nordosten von Bratislava zu decken, sagte Ministerpräsident Robert Fico am Dienstag. Ansonsten werde die Demontage abgebrochen. "Wir können kein Geld für den Abbau zweier Reaktoren ausgeben, die wir ursprünglich nicht zurückbauen wollten."

Dreiste Forderung
Diese Bitte mutet insofern dreist an, als die Stilllegung der beiden Reaktoren in Jaslovske Bohunice eine Auflage für den Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 war. Die Meiler wurden entsprechend der Vorgaben aus Sicherheitsgründen in den Jahren 2006 und 2008 vom Netz genommen.

Fico bezeichnete diese Entscheidung als einen "Fehler ohne technische Grundlage". Jüngste Stresstests hätten gezeigt, dass die Atomreaktoren des Landes in einem guten Zustand seien. In Jaslovske Bohunice betreibt der slowakische Energieversorger SE noch zwei weitere Meiler. Mit Atomenergie wird in der Slowakei mehr als die Hälfte des Strombedarfs bestritten.

 

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