Risiken

Experte: Darum kann Trumps Venezuela-Knall nach hinten losgehen

US-Präsident zeigt Stärke – die Intervention bringt aber auch innenpolitische Gefahren mit sich. 

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro den Anspruch auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent bekräftigt.

Trump signalisierte mit der Intervention Stärke und richtete eine klare Nachricht an Russland und China, dass nur die USA in ihrem „Hinterhof“ das Sagen haben.

Trump
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Wie US-Experte Josef Braml gegenüber FOCUS ausführt, geht es den USA in Venezuela natürlich auch um Öl. Das südamerikanische Land verfügt über die weltweit größten Erdölreserven, die natürlich auch für Washington eine zentrale Bedeutung haben. Trump verknüpft dabei Außenpolitik in seiner gewohnten Art erneut mit Business.

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Kongresswahlen im Herbst

Trumps Einschreiten in Venezuela bringt aber auch große Gefahren mit sich – gerade in der Innenpolitik. Besonders Trumps Kernwählerschaft, die MAGA-Basis, steht Auslandseinsätzen generell skeptisch gegenüber. Sollten die USA länger involviert bleiben und eventuell sogar Truppen entsenden, dann könnte dies gravierende Konsequenzen für Trump haben.

Im November stehen die sogenannten Midterms an. Die Republikaner müssen dort ihre Mehrheiten im Abgeordnetenhaus oder Senat verteidigen. Gewinnen die Demokraten eine oder sogar beide Kammern, dann wird Trump zur „Lame Duck“ und könnte in den letzten beiden Jahren seiner Amtszeit deutlich an Macht verlieren.

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