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Nach Falschmeldung über toten Asylwerber

Flüchtlingshelfer entschuldigt sich nach Lügen-Posting

Via Facebook versucht er sich und seine Tat zu erklären.

Die Nachricht schockierte Deutschland und auch in Österreich wurde darüber diskutiert. Ein Flüchtling soll in Berlin nach tagelangem Anstehen vor einer zuständigen Behörde gestorben sein. Daraufhin waren Ermittler beschäftigt das Rätsel um den angeblich Toten zu klären. Keine Leiche, keine Notrufe, keine Hinweise. Lediglich die Aussage eines Helfers, der den Mann aus Syrien bei sich aufgenommen haben will, ehe dieser starb. Die Empörung war groß. Größer wurde sie dann, als herauskam, dass der Flüchtlingshelfer Dirk V. das vermeintliche Todesdrama nur erfunden hat.

Der Berliner brach am Mittwoch jeglichen Kontakt zur Öffentlichkeit ab. Am Donnerstag rang er sich doch zu einer Entschuldigung via Facebook durch. Ausgerechnet über den Weg, der den Stein ins Rollen gebracht hat. Denn die Falschmeldung postete er auch auf Facebook, bevor er sie ein paar Stunden später wieder löschte, doch dann war alles schon zu spät. Den Polizisten gestand er schließlich, dass er gelogen habe und betrunken gewesen sei, als er das Lügen-Posting schrieb.

Volle Verantwortung

In seiner öffentlichen Entschuldigung erklärt er sich bereit, volle Verantwortung zu übernehmen. „Ich möchte mich hiermit bei euch aus tiefstem Herzen entschuldigen. Es tut mir unendlich leid, dass ich viele Menschen mit meiner falschen Aussage verletzt habe. Ich übernehme für das, was daraus folgte und möglicherweise noch folgen wird, die volle Verantwortung.“

Physische und psychische Belastung
„Seit einigen Wochen merke ich zunehmend, dass mich mein ehrenamtliches Engagement mehr und mehr an die Grenzen der psychischen und auch körperlichen Belastung bringt. Mehrfach wollte ich mich zurückziehen, habe es aber nicht geschafft. Gestern Nacht kam ich von einer Feier mit syrischen Freunden und hatte ziemlich viel Alkohol getrunken. Zu viel!“

„Ich wollte wachrütteln, etwas verändern“

Der Helfer versuchte eine Erklärung für sein Verhalten zu finden. Es habe tatsächlich einen Mann gegeben, der vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) sich eine schlimme Mandelentzündung zugezogen habe, erklärt der Mann. In diese Geschichte dürfte er sich dann „hineingesteigert“ haben, so dass er sie selbst geglaubt habe.

Und weiter: „Ich wollte wachrütteln, etwas verändern und habe dabei in einer Mischung aus Betrunkenheit und nervlichem Zusammenbruch ein völlig falsches Mittel gewählt. Anders kann ich mein Handeln nicht erklären.“

Hier das komplette Posting des Mannes:


© Screenshot/Facebook

(Quelle: Screenshot/Facebook)

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