EU-Ratspräsidentschaft

Griechen ab 1. Jänner EU-Chefs

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Für die kommenden sechs Monate hat ausgerechnet Griechenland das Sagen in der EU.

Ausgerechnet der größte EU-Patient Griechenland hat ab heute für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft inne. Athen ist nach außen jetzt Speerspitze der EU, im Inland aber mit starker Anti-Brüssel-Stimmung konfrontiert. Die an die Hilfs-Milliarden geknüpften Sparauflagen stürzen das Land in Armut, viele können sich nicht mal mehr Strom leisten.

Bisher hat Athen 240 Milliarden Euro an Hilfskrediten erhalten. Mitte 2014 endet das derzeitige 2. Rettungsprogramm. Experten fürchten, dass weitere Milliarden nötig sind. Premier Antonis Samaras indes ist optimistisch: 2014 werde Athen keinen Bedarf an neuen Hilfen haben.

Sparen wollen die Griechen jedenfalls auch im Zuge ihrer EU-Ratspräsidentschaft: Alle 140 Treffen im nächsten halben Jahr finden in Athen statt, Ausflüge zu Inseln wie früher üblich sind gestrichen. Die meisten der Politiker-Gäste müssen zudem ihre Reisekosten selbst bezahlen.

Lettland führt Euro ein
Ab dem heutigen 1. Jänner wird in Lettland mit Euro bezahlt. Der kleine Baltenstaat tritt als 18. Mitglied in die Eurozone ein und verabschiedet sich von seiner nationalen Währung, dem Lat. Richtig begeistert sind die rund zwei Millionen Letten nicht: Umfragen zufolge findet nur jeder 5. den Euro gut.


 

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