Seit vergangenem Jahr mehr als 90 Kriminelle an USA übergeben
Nur wenige Tage nach einer Flugwarnung der US-Luftfahrtbehörde wegen möglicher militärischer Aktivitäten vor Mexiko hat die mexikanische Regierung 37 Mitglieder von Drogenkartellen an die USA ausgeliefert. "Diese Menschen wurden an Bord von sieben Flugzeugen der Streitkräfte in die Städte Washington, Houston, New York, Pennsylvania, San Antonio und San Diego gebracht", kündigte Sicherheitsminister Omar García Harfuch an.
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Damit hat Mexiko seit vergangenem Jahr in drei Auslieferungen mehr als 90 Kriminelle, darunter auch mächtige Drogenbosse, an die USA übergeben. García Harfuch bezeichnete die jüngste Entscheidung auf der Plattform X als Teil der Zusammenarbeit mit den USA unter Achtung der Souveränität beider Staaten. Die ausgelieferten Personen - diesmal laut Medien nur zweitrangige Drogenbosse - hätten eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit in Mexiko dargestellt, hieß es.
US-Behörde vor Flügen in Teilen von Lateinamerika gewarnt
Erst am Freitag hatte die US-Flugfahrtbehörde FAA vor Flügen über Teilen Lateinamerikas gewarnt, darunter auch über Gewässern des Pazifiks und des Golfs von Kalifornien in Mexiko. Insbesondere in der betroffenen Region um die nordöstliche Küstenstadt Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa sind mächtige Drogenkartelle aktiv.
Nach dem US-Militäreinsatz am 3. Januar in Venezuela sorgte die Flugwarnung für Aufsehen in Mexiko. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum schloss daraufhin allerdings aus, dass es militärische Aktivitäten der Vereinigten Staaten innerhalb des mexikanischen Staatsgebiets gebe. US-Präsident Donald Trump wirft Mexiko vor, von den Drogenkartellen regiert zu sein.