In Chile tritt der neue Präsident José Antonio Kast sein Amt an.
Der deutschstämmige, ultrarechte Politiker hat eine Politik der harten Hand gegen Kriminalität und irreguläre Migration angekündigt. Der Vater von neun Kindern und strenggläubige Katholik folgt auf den linken Staatschefs Gabriel Boric. Kast hatte im Dezember die Stichwahl um die chilenische Präsidentschaft gewonnen.
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Kast gilt als Fan des chilenischen Diktators Augusto Pinochet, er hat zwei frühere Pinochet-Anwälte in sein Kabinett berufen. Die Militärdiktatur von General Pinochet in Chile endete 1990. Unter Pinochets Herrschaft wurden nach heutigen offiziellen Angaben etwa 3200 linksgerichtete Aktivisten und andere Regierungsgegner ermordet und mehr als 38.000 weitere Menschen gefoltert. Pinochet starb 2006 im Alter von 91 Jahren, ohne je für die Verbrechen unter seiner Herrschaft verurteilt worden zu sein.