"Heul-Sumo" für japanische Babys

Brüllen gemessen

"Heul-Sumo" für japanische Babys

Die Babys heulen zum Vertreiben böser Geister in den Armen von Sumo-Ringern.

Bei einem "Heul-Sumo" haben sich japanische Babys am Sonntag in den Armen dicker Sumo-Kämpfer lauthals im Brüllen gemessen. Zum nunmehr 20. Mal fand das alljährliche Spektakel im Sensoji-Tempel im alten Tokioter Stadtteil Asakusa statt. Dabei bitten Eltern die Götter darum, dass ihre Kinder gesund aufwachsen.

Sumo-Ringer heben die Schreihälse paarweise voreinander in die Höhe, damit sie laut heulen. Wer beim "nakizumo", dem "Heul-Sumo", am stärksten plärrt, den erklärt ein Schiedsrichter zum Gewinner. Mit der etwa 400 Jahre alten Tradition sollen böse Geister vertrieben werden.

Doch nicht immer verläuft das herzerweichende Spektakel auf einer Bühne hinter dem weltberühmten Tempel von Asakusa so, wie sich die Erwachsenen das erhoffen. Manche Windelträger wollen nämlich auf Teufel heraus nicht weinen. Die einen bleiben ganz still, andere wiederum fangen sogar zu lachen an - da kann der Ringrichter noch so oft "nake, nake - weint, weint" ins Mikrofon brüllen. In solchen Momenten kommen dann Priester mit grimmigen Masken zu Hilfe - spätestens da geht das Geschrei dann los.

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