Indien: Britin sprang aus Hotelfenster

Angst vor Vergewaltigung

Indien: Britin sprang aus Hotelfenster

Britin hatte Angst vor sexuellem Übergriff. Sie wurde ins Spital gebracht.

Auf der Flucht vor einem sexuellen Übergriff ist eine britische Touristin in Indien aus ihrem Hotelfenster gesprungen. Die Frau wurde nach Polizeiangaben am Dienstag mit Beinverletzungen ins Krankenhaus der Touristenstadt Agra eingeliefert, wo das berühmte Tadsch Mahal steht. Laut Polizei sprang die Touristin aus dem ersten Stock ihres Hotels, als zwei Männer mitten in der Nacht versuchten, in ihr Zimmer einzudringen.

Hotelbesitzer belästigte Britin
Nach den Worten eines Polizeibeamten hatte die junge Frau das Angebot des Hotelbesitzers zurückgewiesen, sich von ihm massieren zu lassen. Später sei der Hotelchef in Begleitung eines weiteren Mannes zurückgekehrt und habe versucht, sich mit einem Schlüssel Zugang zu ihrem Zimmer zu verschaffen. Der Hotelchef sei festgenommen worden, gegen ihn werde wegen Belästigung ermittelt, sagte der Beamte.

Vier Tage nach Vergewaltigung von Schweizer Touristin
Der Vorfall ereignete sich vier Tage nach der Gruppenvergewaltigung einer Schweizer Touristin im zentralen Bundesstaat Madhya Pradesh. Die Frau war in der Nacht auf Samstag vor den Augen ihres gefesselten Ehemannes von mehreren Männern missbraucht worden.
 

Sexuelle Gewalt ist großes Problem
Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist in Indien ein großes Problem. Das Schweizer Außenministerium hatte im vergangenen Monat in einem Reisehinweis vor zunehmender sexueller Gewalt in Indien gewarnt und Schweizer Touristen geraten, nur in großen Gruppen und mit örtlichen Führern zu reisen. Das österreichische Außenministerium rät Frauen von Alleinreisen nach Indien ab: "Insbesondere weiblichen Reisenden wird empfohlen, auch in der heißen Jahreszeit allzu spärliche Bekleidung zu vermeiden, wenn sie unerwünschte Aufmerksamkeit vermeiden wollen", heißt es auf der Homepage.

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