IS-Terror: Schlachten geht weiter

Brite enthauptet

IS-Terror: Schlachten geht weiter

Wieder schlugen die ISIS-Schlächter zu. Wieder musste ein Unschuldiger sterben.

Der ISIS-Horror nimmt kein Ende. Innerhalb von nur 26 Tagen veröffentlichte die Terrorgruppe Islamischer Staat gestern das dritte Video einer brutalen Enthauptung. Nach dem Tod von zwei Amerikanern Ende August und Anfang September musste jetzt ein 44-jähriger Brite sterben. Und die Henker missbrauchten die Wahn­sinnstat gleich auch noch, um ihre krude Propaganda zu verbreiten.

"David Cameron für meinen Tod verantwortlich"
Das Video: David Haines, zweifacher Familienvater, kniet im Wüstensand, sein Mörder steht mit einem Messer hinter ihm. Vor 18 Monaten ist der 44-jährige Entwicklungshelfer in einem syrischen Flüchtlingslager an der Grenze zur Türkei entführt worden. Noch in der Vorwoche hatten seine Eltern in einem Video um Gnade für ihren Sohn gefleht. Vergeblich.

Haines hat eine Rede auswendig gelernt, die er jetzt vor der Kamera wiedergeben muss. Der Inhalt: Der britische Premier David Cameron sei höchstpersönlich für seinen Tod verantwortlich, denn er habe sich den Amerikanern nicht widersetzt und sei für die Bewaffnung der Kurden eingetreten. „Das britische Volk wird am Schluss den Preis für die egoistischen Entscheidungen des Parlaments zahlen“, ergänzt der vermummte Henker im Hintergrund. Wie auch James Foley (40) und US-Journalist Steven Sotloff (31) wird Haines im Video die Kehle durchgeschnitten.

Terrororganisation droht, nächsten Briten zu töten
David Cameron kündigte gestern Mittag an, die „Mörder zu jagen. Egal, wie lange es dauert.“ Auch Barack Obama erklärte Haines’ Familie sein Beileid.

Erschreckend: Am Ende des neuesten Horrorvideos wird eine weitere britische Geisel vor die Kamera gezerrt. Sollte Großbritannien seinen Kurs nicht ändern, soll auch sie getötet werden, erklärten die Terroristen.

D. Müllejans



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