Naoto Kan: "Werden Japan neu aufbauen"

TV-Ansprache

Naoto Kan: "Werden Japan neu aufbauen"

Der Regierungschef zu Fukushima: Lage bald unter Kontrolle

Sichtlich bewegt hat der japanische Ministerpräsident Naoto Kan seiner Bevölkerung im Fernsehen Mut zugesprochen. Japan stehe vor der größten Krise der Nachkriegszeit, werde diese aber "überwinden und sich erholen", sagte er am Freitagabend (Ortszeit) in einer live übertragenen Pressekonferenz.

Japan: Hier gehts zum Live-Ticker

Japan: Hier gehts zu allen Bildern

Japan: Hier gehts zu allen Videos

Beileid und Mitgefühl für die Opfer
Als Antwort auf die Katastrophen würden in Japan alle verfügbaren Kräfte gebündelt. Die erste Woche nach Beben und Tsunami habe die Bevölkerung mit Ruhe bewältigt, lobte Kan. Den Opfern und Angehörigen der Opfer drückte Kan sein Beileid und Mitgefühl aus.

"Habe alle Informationen bekanntgegeben"
Zu der Lage im Krisen-AKW Fukushima befragt, sprach Kan von einer weiterhin sehr ernsten Situation: Diese erlaube keinen Optimismus.  Die Lage werde aber "in nicht weiter Ferne" unter Kontrolle gebracht. Kan wehrte sich gegen die Kritik, Informationen über Fukushima zurückzuhalten: "Ich selbst und der Regierungssprecher haben alle Informationen bekanntgegeben, die wir hatten", sagte Kan. "Lassen Sie mich diese Tatsache wiederholen."

Diashow: Japan trauert um seine Opfer

1/6
Japan trauert um seine Opfer
Japan trauert um seine Opfer
2/6
Japan trauert um seine Opfer
Japan trauert um seine Opfer
3/6
Japan trauert um seine Opfer
Japan trauert um seine Opfer
4/6
Japan trauert um seine Opfer
Japan trauert um seine Opfer
5/6
Japan trauert um seine Opfer
Japan trauert um seine Opfer
6/6
Japan trauert um seine Opfer
Japan trauert um seine Opfer

Mit Tränen in den Augen
Jeder Einzelne solle jetzt überlegen, was er beitragen könne, um Japan wiederaufzubauen. Auch er selbst werde alle seine Kraft aufwenden, versicherte Kan. Obwohl Japan ein kleines Land sei, habe es ein großes Wirtschaftswachstum erreicht. Es sei mit der Kraft aller Menschen aufgebaut worden. Mit Tränen in den Augen fügte er hinzu, Japan werde sich von dieser Katastrophe nicht unterkriegen lassen. Die Menschen dürften nicht pessimistisch sein: "Wir werden Japan neu aufbauen."

Diashow: Ein Land geht durch die Hölle

1/69
Unter Tränen
Jahrhundert-Katastrophe in Japan

Erdbeben, Tsunami, Atom-GAU: Japan wird von der schlimmsten Katastrophe seit dem 2. Weltkrieg heimgesucht. Hier alle Bilder als Fotostrecke.

2/69
Unter Tränen
Ruhe vor dem Sturm

Japan am Freitag Nachmittag, es scheint ein Tag wie jeder anderer zu sein.

3/69
Unter Tränen
Die Erde bebt

Doch dann erzittert die Erde: Großalarm, Behörden und Medien melden 650 km südlich von Japan ein starkes Erdbeben.

4/69
Unter Tränen
Die Katastrophe nimmt ihren Lauf

Bereits die erste Folgen der Erschütterungen sind heftig: Gebäude stürzen ein, Strassen brechen auf.

5/69
Unter Tränen
Verkehrschaos in der Hauptstadt

In Tokio fallen zahlreiche Transportmittel aus, es kommt zu einem Verkehrschaos.

6/69
Unter Tränen
Verkehrschaos in der Hauptstadt

Alles, was noch fährt, ist brechend voll mit verunsicherten Bewohnern und Pendlern.

7/69
Unter Tränen
Es herrscht Chaos

Geschäftsauslagen bersten, Regale kippen um, Lastwägen entleeren sich auf offener Straße.

8/69
Unter Tränen
Sendai trifft es früh

Andernorts sind die Folgen viel gravierender: In Sendai geht eine Erdölfabrik in Flammen auf.

9/69
Unter Tränen
Wie ein Orkan aus Feuer

Das Feuer kann lange nicht gelöscht werden. Die Gegend ist verwüstet und verschmutzt.

10/69
Unter Tränen
Die Erde zittert immer wieder

Wieder und wieder wird das Land von heftigen Nachbeben erschüttert, die weitere Schäden auslösen. Doch es kommt noch schlimmer.

11/69
Unter Tränen
Der Tsunami kommt

Nach dem Rekord-Beben rollt nun eine Killer-Welle auf Japan zu.

12/69
Unter Tränen
Alles wird weggespült

Als sie auf Land trifft, kann nichts ihrer Urgewalt standhalten.

13/69
Unter Tränen
Eine Spur der Verwüstung

Zahllose Menschen werden von den Wassermassen verschluckt, Schiffe, Autos und selbst Kleinflugzeuge wie Spielzeug weggespült.

14/69
Unter Tränen
Wie ein Puppenhaus

Auch dieses kleine Gebäude wird von der Gewalt der Welle hinfortgerissen.

15/69
Unter Tränen
Ofunato

Die Flut treibt ein Schiff in die Küstenstadt Ofunato und verwüstet den Ort.

16/69
Unter Tränen
Nichts steht mehr

Der Riesen-Tsunami macht die Stadt Minamisanriku (Nordost-Japan) dem Erdboden gleich.

17/69
Unter Tränen
Szenen, fast wie im Krieg

Auch in Rikutenzakada (Präfektur Iwate) ist die Lage mehr als katastrophal.

18/69
Unter Tränen
Es gibt nur wenig Trost

Viele Menschen haben alles verloren. Ihre einstigen Häuser sind Teil eines riesigen Trümmerfelds.

19/69
Unter Tränen
Im Angesicht des Unfassbaren

Pure Verzweiflung angesichts des Unfassbaren. Auch die Stadt Natori ist nach Erdbeben und Tsunami nur noch ein Trümmerhaufen.

20/69
Unter Tränen
Großeinsatz

Allerorts hat man mit den Auswirkungen der Katastrophe zu kämpfen.

21/69
Unter Tränen
Es kommt noch schlimmer

Binnen weniger Stunden schnellen die Opferzahlen in die Höhe. Doch während das Land von Flut und Feuer heimgesucht wird, bahnt sich eine viel größere Katastrophe an.

22/69
Unter Tränen
Die Zeitbomben ticken

Japan betreibt zahlreiche Atomkraftwerke, die sich nun als tickende Zeitbomben erweisen

23/69
Unter Tränen
Explosion in Fukushima

Noch am Freitag knallt es das erste Mal im AKW Fukushima Eins. Auch in Fukushima Zwei und Onagawa kommt es zu schweren Problemen.

24/69
Unter Tränen
Der Super-GAU

Während man in den anderen Kraftwerken die Lage unter Kontrolle bekommt, fallen in Fukushima die Kühlsysteme mehrerer Reaktoren aus. Es gibt erneute Explosionen.

25/69
Unter Tränen
Es wird evakuiert

Die Notmaßnahmen schlagen nicht an. Das Areal um das Kraftwerk wird großzügig evakuiert. Vermutlich haben mehrere Kernschmelzen eingesetzt.

26/69
Unter Tränen
Hektische Sicherheitsmaßnahmen

Egal ob Frau, Mann oder Kind - jeder muss sich gründlich auf Verstrahlung untersuchen lassen.

27/69
Unter Tränen
Hektische Sicherheitsmaßnahmen
28/69
Unter Tränen
Hektische Sicherheitsmaßnahmen
29/69
Unter Tränen
Ein real gewordener Katastrophenfilm

Umhüllt vom grünen Licht der Quarantänekammer, wird dieser Japaner auf seine Strahlungswerte gescannt.

30/69
Unter Tränen
Flucht vor dem Atom-GAU

Die Angst vor der Strahlung löst eine Massenflucht aus. An der Küste entstehen kilometerlange Staus.

31/69
Unter Tränen
Hamsterkäufe

Aus Angst vor Knappheit sind die Supermarktregale in vielen Gegenden bald leergekauft.

32/69
Unter Tränen
Nichts mehr da

Viele Japaner sind zu spät, und müssen auf die nächsten Lieferungen warten.

33/69
Unter Tränen
Nichts mehr da
34/69
Unter Tränen
Nichts mehr da
35/69
Unter Tränen
Ausverkauft

Um den Andrang unter Kontrolle zu bekommen, hat dieses Geschäft eine Liste der dauerhaft ausverkauften Artikel ausgehängt.

36/69
Unter Tränen
Kopfzerbrechen an der Börse

Bald reagiert auch die Wirtschaft mit globalen Einbrüchen.

37/69
Unter Tränen
Kopfzerbrechen an der Börse
38/69
Unter Tränen
Der Wind dreht

Und schon droht die nächste Gefahr: Bald soll der Wind drehen und Regen einsetzen.

39/69
Unter Tränen
Die Atom-Wolke bedroht Tokio

Die Atom-Wolke könnte dann die Hauptstadt Tokio erreichen und verstrahlen. Dort leben 40 Millionen Menschen.

40/69
Unter Tränen
Unruhe in der Hauptstadt

Angesichts der Dramatisierung der Lage, fühlen sich auch viele Tokioter nicht mehr sicher. Zahlreiche Menschen flüchten in südlicher gelegene Gebiete.

41/69
Unter Tränen
Neuer Alltag

Auch wenn der Alltag in Tokio vorerst noch seinen normalen Lauf nimmt: Ohne Schutzmaske geht sicherheitshalber kaum jemand auf die Straße.

42/69
Unter Tränen
Unsicherheit

Jeder verfolgt gespannt die Ereignisse um das AKW Fukushima.

43/69
Unter Tränen
Internationale Anteilnahme

Immer mehr Menschen nehmen rund um den Globus Anteil an der Tragödie in Japan.

44/69
Unter Tränen
Die UEFA-Schweigeminute

Selbst die europäische Fußballorganisation UEFA bekundet ihr Beileid. Am Dienstagabend gibt es vor den Champions League-Partien eine Schweigeminute.

45/69
Unter Tränen
Betroffenheit bei Auslandsjapanern

Viele im Ausland lebende Japaner sind geschockt von der Tragödie in ihrer Heimat. Hier: Inter Mailand-Kicker Nagamoto nach dem Rückspiel gegen Bayern München.

46/69
Unter Tränen
Trauer im eigenen Land

Auch im eigenen Land, dort wo das Schicksal nicht so hart zugeschlagen hat, ist man in Gedanken bei den Opfern der Katastrophe.

47/69
Unter Tränen
Der Kaiser spricht

Nun meldet sich sogar Kaiser Akihito persönlich zu Wort.

48/69
Unter Tränen
Der Kaiser spricht

Der "Tenno" ist "zutiefst besorgt" über die Lage. Es ist äußerst selten, dass der oberste Monarch ein öffentliches Statement abgibt.

49/69
Unter Tränen
Den Worten folgen Taten

Die internationale Hilfe läuft schnell an. Die USA sind mit mehreren Schiffen, Helfern und Militär vor Ort. Hier fährt die "USS Preble" vor Sendai auf.

50/69
Unter Tränen
Flugzeugträger im Einsatz

Auch die Streitkräfte auf der "USS Ronald Reagan" arbeiten auf Hochtouren.

51/69
Unter Tränen
Lage-Erkundung

Mit zahlreichen Helikoptern machen die Helfer sich ein Bild der Lage...

52/69
Unter Tränen
Lage-Erkundung

...doch fast überall sieht es ähnlich trist wie hier in Miyagi aus.

53/69
Unter Tränen
Landung in der Katastrophe

Inmitten der Katastrophe muss man mit provisorischen Landeplätzen Vorlieb nehmen.

54/69
Unter Tränen
Hilfe in der Not

Die ausländischen Helfer unterstützen nicht nur die Aufräum- und Sucharbeiten...

55/69
Unter Tränen
Hilfe in der Not

...sondern liefern dringend benötigte Güter an jene, die sie dringend brauchen.

56/69
Unter Tränen
Hilfe in der Not

Auch die japanische Armee ist rund um die Uhr auf den Beinen. Über 70.000 Soldaten wurden mobilisiert, dazu gesellen sich mehrere tausend Reservisten.

57/69
Unter Tränen
Engpässe drohen

Neben Treibstoff wird in den betroffensten Gebieten die Nahrung knapp. Umso dramatischer, denn am Mittwoch verschlimmert sich die Lage erneut.

58/69
Unter Tränen
Die Kälte kommt

Eisige Temperaturen und Schneefall in vielen Gegenden, machen den Überlebenden von Erdbeben und Tsunami das Leben noch schwerer.

59/69
Unter Tränen
Die Kälte kommt

Tausende Menschen müssen neben der Strahlengefahr nun auch den Erfrierungstod fürchten.

60/69
Unter Tränen
Eisige Zeiten

Die wachsende Schneedecke macht es für Helfer und Freiwillige...

61/69
Unter Tränen
Eisige Zeiten

...zunehmend schwerer, ihrer Arbeit nachzugehen.

62/69
Unter Tränen
Eisige Zeiten

Die Chancen, in den Trümmern der Katastrophe noch Überlebende zu finden, sinken nun dramatisch.

63/69
Unter Tränen
Zeit für Trauer

In Fukushima brodelt es noch, der Rest des Landes findet langsam Zeit, die Opfer von Beben und Flut zu betrauern.

64/69
Unter Tränen
Zeit für Trauer

Viele Menschen erliegen auch heute noch den Verletzungen, die ihnen die Naturkatastrophen beigebracht haben.

65/69
Unter Tränen
Zeit für Trauer

Und auch manche der Helfer bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben.

66/69
Unter Tränen
Zeit für Trauer

Zahlreiche Menschen nahmen...

67/69
Unter Tränen
Zeit für Trauer

...an den ersten Trauerzeremonien teil.

68/69
Unter Tränen
Mitgefühl der Nachbarn

Auch aus den Nachbarstaaten gab es Kondolenzbotschaften. Der südkoreanische Ministerpräsident Lee Myung-Bak bekundete Japan sein Mitgefühl.

69/69
Unter Tränen
Unter Tränen

Sein japanischer Amtskollege, Naoto Kan, schwörte sein Volk bei einer TV-Ansprache auf den Wiederaufbau des Landes ein. Es gelang ihm nur unter Tränen.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten