"Jetzt ist es nur mehr ein Chaos"

Krieg im Nahen Osten

"Jetzt ist es nur mehr ein Chaos"

Der deutsche Journalist Frederik Pleitgen begleitete eine Militäroperation in Syrien.

Letzte Woche gab es zumindest noch eine gewisse Ordnung im chaotischen Syrien: Mit Russlands Unterstützung hielt das Assad-Regime das Land im Griff, während sich die Rebellen zurückziehen mussten. Es mag tragisch gewesen sein, aber man wusste zumindest, was man zu erwarten hatte. Doch dann folgte der Giftgasangriff auf die Stadt Khan Shei­khoun, während die meisten Bewohner noch schliefen. Das Ergebnis: 90 Todesopfer.

Priorität IS. CNN hatte exklusiv Zugang zu einer Fliegerstaffel der American Air Force, die den Luftraum über dem Land überwacht, das die Welt in Atem hält (...) An Bord eines KC-10-Tankflugzeugs wird der Stimmungswandel deutlich. Ihre Mission ist es, die F-22-Jets aufzutanken, die die Stützpunkte des IS beschießen. Brigadegeneral Charles Corcoran erzählt uns, dass er für einen strategischen Wechsel bereit ist, sollte er kommen. „Wir können unseren Blick nicht vom Ball abwenden – und der ist der IS. Des­wegen sind wir hier. Entscheiden unsere nationalen Befehlshaber etwas, tun wir es. Aber aktuell ist der IS unsere Hauptpriorität.“

»Die Absichten der USA  in Syrien blieben unklar«

Am Dienstag reiste US-Außenminister Rex Tillerson für Gespräche nach Moskau. Amerikas Absichten in Syrien blieben unklar. Russlands Präsident Wladimir Putin suggerierte, dass die Gasattacken „fake“ gewesen seien und dazu dienen sollten, den USA einen Grund zum Einschreiten in den Konflikt zu geben. Er verglich die Attacke mit Amerikas Einmarsch in den Irak 2003: „Wir haben das schon erlebt.“

Widersprüchlich. Die USA sagen, dass es keine Vorfälle mit russischen Flugzeugen gab. Dadurch, dass keiner auf diplomatischer Ebene klein beigeben will und wegen der widersprüchlichen Statements aus dem Weißen Haus, hoffen diejenigen in der Luft, dass es auch so bleibt.

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