Kinderbücher von Dr. Seuss verboten

Rassismus-Alarm

Kinderbücher von Dr. Seuss verboten

Die Kinderbücher des erfolgreichen Autors Dr. Seuss stehen in der Kritik. Grund dafür sind rassistische Abbildungen: Sechs dieser Bücher werden nun nicht mehr gedruckt. 

Theodor Seuss Geisel, besser bekannt unter Dr. Seuss, gilt als einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren der USA. Figuren wie der weihnachtshassende Grinch und der Elefant Horton stammen aus der Feder von Dr. Seuss. Er schrieb rund 50 Bücher, die zahlreich übersetzt und mehr als 650 Millionen Mal verkauft wurden. 2020 listet ihn das Wirtschaftsmagazin "Forbes" auf Platz zwei der bestbezahlten toten Prominenten. 
 

"Verletzend und falsch" 

Nun werden sechs Bücher von Dr. Seuss veboten und nicht mehr gedruckt.Der Grund hierfür: Rassismus. "Diese Bücher stellen Menschen auf eine Art und Weise dar, die verletzend und falsch ist", gibt Dr. Seuss Enterprises bekannt. Es handle sich um die Bücher: "And to Think That I Saw It on Mulberry Street", "If I Ran the Zoo", "McElligot"s Pool", "On Beyond Zebra!", "Scrambled Eggs Super!" und "The Cat"s Quizzer". 

Schädliche Stereotypen

Schlitze statt Augen und Stäbchen in der Hand. So stellte Dr. Seus einen Asiaten dar. Afrikaner zeichnet er barfuß und nur mit einem Bastrock bekleidet. Vor allem aus dem pädagogischen Bereich wurde Kritik laut: 2017 meldete sich ein Schulbibliothekar aus Massachusetts- Die damalige First Lady Melania Trump hätte der Bibliothek zehn Dr.Seuss-Bücher geschenkt. Diese Literatur sei allerdings "durchdrungen von rassistischer Propaganda, Karikaturen und schädlichen Stereotypen".

Vollständige Überprüfung 

Nun gilt es das gesamte Portfolio zu überprüfen und Ausschau nach weiteren rassistischen oder antisemitischen Darstellungen zu halten. Auch eines der beliebtesten Kinderbücher "Der Kater mit Hut" ist von den Rassismus-Vorwürfen betroffen, wird aber vorerst weiter veröffentlicht. 

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