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Kleinstadt nach Güterzugunfall verwüstet

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73 Waggons in Unglück verwickelt: Sechzig Vermisste nach Serie von Explosionen.

Das kanadische Lac-Megantic galt als ruhig und beschaulich. Am Samstag wurde das Städtchen jedoch nach einem Güterzug-Unfall von mächtigen Explosionen erschüttert. Die Flammen waren kilometerweit zu sehen.

Nur wenige Kilometer von der Grenze zur USA entfernt waren Kesselwagen mit Rohöl entgleist und hatten sich entzündet. Das "Le Journal de Montreal" berichtete von fünf oder sechs Explosionen. Berichte über Verletzte und Tote gab es zunächst nicht, allerdings wurden Menschen vermisst. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Der Unfall ereignete sich etwa 250 Kilometer östlich von Montreal, etwa eine Stunde nach Mitternacht (Ortszeit). Dem "Journal" zufolge waren 73 Waggons in das Unglück verwickelt. Die Explosionen hätten einen großen Brand in der Stadt ausgelöst. Dutzende Gebäude waren betroffen, etwa 1.000 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen. Bei der Bekämpfung der Flammen halfen auch Feuerwehrleute aus den nahen USA.

"Wenn man die Schäden sieht, weiß man nicht, wie man das überstehen soll", sagte Bürgermeisterin Colette Roy-LaRoche. "Aber ich kann sagen, dass alle Beteiligten sehr hilfreich waren. Wir haben alles Menschenmögliche getan."

Lac-Megantic ist eine KleinStadt mit etwa 6.000 Einwohnern. Sie liegt in der französischsprachigen Provinz Quebec, wenige Kilometer vor der Grenze zu den USA entfernt. 1775 hatten Soldaten der amerikanischen Armee über den gleichnamigen See versucht, das britische Kanada zu erobern, waren dabei aber gescheitert.

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