Knox muss nicht zurück in Haft

Nach Freispruch-Aufhebung

Knox muss nicht zurück in Haft

Berufungsprozess könnte nach dem Sommer beginnen.

Die US-Studentin Amanda Knox und ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito müssen bis zum Berufungsverfahren nicht wieder ins Gefängnis. Das Kassationsgericht in Rom hat ihren Freispruch im Prozess um den Mord an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher aufgehoben. Da Knox und Sollecito im Oktober 2011 in Perugia zweitinstanzlich freigesprochen worden waren, bleiben sie auf freiem Fuß.

Berufungsverfahren könnte nach dem Sommer beginnen
Das Berufungsverfahren gegen Amanda Knox könnte nach dem Sommer in Florenz beginnen. Innerhalb der nächsten 90 Tage muss die Urteilsbegründung des Kassationsgerichts veröffentlicht werden. Erst danach kann ein Termin für den Prozessbeginn bestimmt werden.

Auslieferung nach Italien möglich
Laut Amandas Rechtsanwalt Carlo Della Vedova könnte Knox lediglich nach Italien ausgeliefert werden, wenn sie beim Berufungsprozess in Florenz für den Mord an Meredith Kercher für schuldig erklärt und dieses Urteil vom Kassationsgericht letztinstanzlich bestätigt würde.


Die USA müssten in diesem Fall beschließen, ob sie Knox an Italien ausliefern wollen. Zwischen Italien und den USA besteht seit Oktober 1983 ein Auslieferungsabkommen. Die italienischen Justizbehörden könnten sich jedoch mit den USA einigen und Amanda die Haftstrafe in ihrer Heimat absitzen lassen. Knox studiert derzeit in Washington.

Auch Sollecito bleibt auf freiem Fuß
Auch Raffaele Sollecito bleibt auf freiem Fuß bis er vom Kassationsgericht in letzter Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt wird. Sollecito, der erstinstanzlich zu 25 Jahren Haft verurteilt und dann freigesprochen worden war, studiert an der Universität in Verona.

Schwester des Opfers begrüßt Aufhebung des Freispruchs

Merediths Schwester Stephanie begrüßte indes den Beschluss des Kassationsgerichts. "In Merediths Namen muss man Klarheit über das schaffen, was sich in jener Nacht in Perugia abgespielt hat. Das ist alles, was wir jetzt für sie noch tun können", sagte Stephanie Kercher.


 

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