Er wollte schwänzen

Krankheit vorgetäuscht: Fieberthermometer explodiert im Backofen

Ein Teenie aus Deutschland wollte eigentlich nur schwänzen und überlegte sich etwas halb-kluges. Er legte das Fieberthermometer in den Backofen, um eine erhöhte Tempreatur vorzutäuschen. Die Folgen wird er noch lange bereuen...

Die Idee war gar nicht so übel - nur eben nicht zu Ende gedacht. Ein smarter Teenie in Bayern wollte seinen Eltern Fieber vortäuschen, damit er zuhause bleiben kann. 

Also stibitzte er das Fieberthermometer aus dem Apothekerschrank der Familienwohnung und ging damit auf geheime Mission: Ab in den Backofen damit! 

Gleich auf 200 Grad erhitzt - Bumm! 

Was er nicht wusste:  Er stellte den Ofen nicht auf fiebrige 39 oder 40 Grad ein, sondern auf 200! Dabei verdampft das Quecksilber im Fieberthermometer schon bei Raumtemperatur. Auf dieser Eigenschaft beruht die Funktionsweise klassischer Thermometer. Bei 200 Grad dehnte sich das Element so sehr aus, dass es gegen 19 Uhr im Ofen einen Schlag tat. Das Thermometer war explodiert. Notruf, Polizei- und Feuerwehreinsatz - die Bild berichtet über den Vorfall. 

Krankheit vorgetäuscht: Fieberthermometer explodiert im Backofen
© Drexler/Polizeiinspektion Schwandorf

Zum Glück wurde keiner verletzt. Der Backofen wurde zwar nicht beschädigt, muss aber dennoch dringend asgetauscht werden, denn: Wegen der Kontamination mit dem Gefahrstoff gilt der Ofen nun als toxisch. So toxisch, dass Quecksilber-Fieberthermometer seit 2009 nicht mehr in der EU vertrieben werden dürfen.

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