Das Pentagon betont immer wieder, dass es auch für einen längeren Krieg gewappnet sei.
Washington. US-Außenminister Marco Rubio geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird. Das teilte er arabischen Außenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal "Axios" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans.
US-Präsident Donald Trump hatte vergangenen Sonntag gesagt, er gehe von einem etwa vierwöchigen Krieg aus. Der Iran sei ein großes Land. "Es wird vier Wochen dauern - oder weniger."
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Bericht: Vorbereitungen für bis September dauernde Operation
Das Pentagon betont unterdessen immer wieder, dass es auch für einen längeren Krieg gewappnet sei. "Wir haben keinen Mangel an Munition", sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne "so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist". Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzten.
Laut einem "Politico"-Bericht trifft das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) bereits Vorkehrungen für einen deutlich längeren Kriegsverlauf. CENTCOM forderte das Pentagon auf, mehr Geheimdienstoffiziere in sein Hauptquartier in Tampa zu entsenden, wie das Portal unter Verweis auf eine interne Mitteilung berichtete. Ziel sei es, Operationen gegen den Iran für mindestens 100 Tage, wahrscheinlich jedoch bis September zu unterstützen.
Am vergangenen Samstag hatten Israel und die USA begonnen, den Iran anzugreifen. Dabei wurde auch der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei getötet. Seither reagiert der Iran mit Gegenangriffen.