Zur Verstärkung des Abwehrschirms von Bulgarien
Athen/Sofia. Nach einer Anfrage aus Bulgarien hat der griechische Verteidigungsminister Nikos Dendias angekündigt, dass Griechenland militärische Unterstützung der Luftabwehr Bulgariens gegen mögliche Angriffe aus dem Iran bereitstellen wird. Gemäß Entscheidung des Militärstabs wird eine Batterie des Luftabwehrsystems MIM-104 Patriot in den Norden Griechenlands verlegt. Von dort aus soll sie einen großen Teil des bulgarischen Staatsgebiets gegen mögliche ballistische Bedrohungen schützen.
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Darüber hinaus werden zwei Kampfflugzeuge des Typs F-16 Fighting Falcon auf einen Luftwaffenstützpunkt in Nordgriechenland verlegt. Ihre Mission besteht darin, zusätzliche Luftverteidigung und Überwachung für Bulgarien bereitzustellen. Zur besseren Koordination werden außerdem zwei hochrangige Offiziere der griechischen Luftwaffe in das Operationszentrum der bulgarischen Streitkräfte in Sofia entsandt.
Dendias betonte, dass diese Maßnahmen auf ausdrücklichen Wunsch Bulgariens erfolgen, das ebenso wie Griechenland Mitglied der NATO und der Europäischen Union ist. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Fähigkeit Griechenlands zur eigenen Luftverteidigung dadurch nicht beeinträchtigt werde. Nach Angaben des Ministers steht die Maßnahme im Zusammenhang mit der Verstärkung der regionalen Luftverteidigung angesichts möglicher Bedrohungen, unter anderem aus dem Iran.
Griechischer Verteidigungsminister reist nach Sofia
Dendias kündigte zudem an, dass er in der kommenden Woche auf Einladung seines bulgarischen Amtskollegen Atanas Zapryanov nach Sofia reisen werde.
Die griechische Regierung hatte am Donnerstag Patriot-Raketen auf die Ägäis-Insel Karpathos nahe der türkischen Westküste verlegt, um den Schutz des griechischen Staatsgebiets zu stärken. Griechenland entsandte in dieser Woche außerdem zwei Fregatten und vier F-16 nach Zypern, nachdem auf einem britischen Militärstützpunkt der Insel eine Drohne iranischer Bauart eingeschlagen war.