Missbrauchs-Prozess gegen Schwimm-Trainer

Skandal im Olympia-Team

Missbrauchs-Prozess gegen Schwimm-Trainer

Der Coach soll eine minderjährige Schwimmerin zum Sex bewegt haben.

Wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs muss sich seit Dienstag ein Olympia-Trainer des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) in Kiel vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, eine damals von ihm betreute minderjährige Schwimmerin zwischen 2004 und 2008 insgesamt 18 Mal zum Sex bewegt zu haben, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts mit. Nach Verlesung der Anklageschrift fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die zunächst bereits für Dienstag angesetzte Urteilsverkündung wurde von dem Gericht aus Zeitgründen verschoben. Wie der Gerichtssprecher mitteilte, wird die Verhandlung nun am Donnerstag mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt.

Der Angeklagte gehörte bei den am Wochenende beendeten Olympischen Spielen zum sogenannten Beckentrainer-Stab des DSV. Der Trainer arbeitete zur Tatzeit in Kiel, deshalb findet der Prozess wegen des Vorwurfs des Missbrauchs von Schutzbefohlenen nun dort statt. Sein Verteidiger hatte vor dem Prozess alle Vorwürfe zurückgewiesen. Der DSV und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) waren während der am Wochenende zu Ende gegangenen Sommerspiele in London von Berichten über den Prozess überrascht worden. Der Coach hatte diesen offenbar verschwiegen.

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