Russland

113 Tote nach Wolga-Unglück geborgen

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Aus dem untergegangenen Ausflugsschiff bargen Taucher die Toten.

Nach dem Untergang eines überladenen und technisch maroden Ausflugschiffs auf der Wolga haben russische Taucher 113 Leichen aus dem Wrack geborgen. Unter den Toten seien 29 Kinder und elf Jugendliche. Das teilten die Behörden in der Stadt Kasan rund 750 Kilometer östlich von Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Unangekündigt traf Regierungschef Wladimir Putin am Donnerstag in Kasan ein. An der Wolga legte der Ex-Kremlchef Rosen für die Opfer des schwersten Schiffsunglücks in Russland seit 25 Jahren nieder.

Putin kritisiert Sicherheitsmängel scharf
Putin kritisierte bei einer Sitzung mit Politikern und Experten scharf die groben Sicherheitsmängel, die am Sonntag zum Untergang der "Bulgaria" geführt hatten. Die Rettungskräfte befürchten insgesamt mehr als 120 Tote in dem Wrack. Nach offiziellen Angaben waren 79 der schätzungsweise 200 Menschen an Bord gerettet worden. Am Ufer nahe der Unglücksstelle sollen eine Moschee und eine orthodoxe Kapelle errichtet werden, kündigte die Führung der Teilrepublik Tatarstan an.

Weiterhin würden internationale Beileidsschreiben in Moskau eintreffen, hieß es am Donnerstag. Darunter war auch ein Telegramm von Bundespräsident Christian Wulff. "Den Hinterbliebenen und den Angehörigen der noch Vermissten gilt in diesen Tagen unser Mitgefühl", schrieb Wulff an Kremlchef Dmitri Medwedew.

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