Neonazi taucht Trevi-Brunnen in blutrote Farbe

Zugang zum Brunnen gesperrt

Neonazi taucht Trevi-Brunnen in blutrote Farbe

64-jähriger Rechtsextremist wurde angezeigt.

Die Polizei in Rom hat einen 64-jährigen Rechtsextremisten gefasst, der am Donnerstagnachmittag einen Farb-Anschlag auf den weltbekannten Trevi-Brunnen verübt hat. Der Mann schüttete vor Augen Hunderter Touristen roten Farbstoff in das Wasser des Barock-Brunnens.

Der Rechtsextremist Graziano Cecchini, der sich als neofuturistischer Künstler bezeichnet, wurde angezeigt, teilte die Polizei mit. Er hatte bereits vor zehn Jahre bei einer ähnlichen Aktion rote Farbe in den Trevi-Brunnen geschüttet. "Ich glaube an Formen der Kunst, die Emotionen wecken und Reaktionen auslösen", schrieb Cecchini auf seiner Facebook-Seite.

Cecchini wurde in eine Polizeistation gebracht. Ihm droht eine hohe Geldstrafe, oder gar Haft. Der Zugang zum Brunnen wurde gesperrt, berichteten italienische Medien. Kunstexperten prüfen eventuelle Schäden.

© APA (EPA)

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Der Trevi-Brunnen im Herzen der italienischen Hauptstadt erlangte in den 1960er-Jahren durch eine erotische Badeszene mit der Schauspielerin Anita Ekberg in Federico Fellinis Filmklassiker "La Dolce Vita" internationale Berühmtheit. Traditionell werfen Urlauber eine Münze ins Wasser, um noch einmal nach Rom zurückzukehren.

Der Trevi-Brunnen, der mit dem Kolosseum und der Spanischen Treppe zu den Wahrzeichen der italienischen Hauptstadt zählt, wurden 2015 mit Geldern des römischen Modehauses Fendi restauriert.

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