Neuer Plan der Grünen:

Staatsbürgerschaft für ALLE Klima-Flüchtlinge

Ganze Bevölkerungsgruppen sollen wegen des Klimawandels umsiedeln dürfen.

Die deutschen Grünen stellten einen Antrag für Klima-Pässe. Ihr Plan: Ganze Bevölkerungsgruppen sollen wegen des Klimawandels umsiedeln dürfen – aus der ganzen Welt in die ganze Welt. Die Grünen warnen davor, dass sich durch den Klimawandel, Staatsgebiete verloren gehen würden. Zum Beispiel könnten Inselstaaten etwa im Pazifik verschwinden. Die Lösung der Grünen sind jetzt Klima-Pässe, wie "Bild" berichtet. Man müsse "von der Erderwärmung existenziell bedrohten Personen" das "Recht garantieren", Schutz zu suchen, heißt es im Antrag. Das gelte "insbesondere in Staaten mit historisch oder gegenwärtig hohen Treibhausgasemissionen".

Klima-Flüchtlinge aus aller Welt sollen in Industrie-Länder auswandern dürfen und auch gleich einen Pass bekommen, so die Grünen. "Eine Staatsbürgerschaft im aufnehmenden Land kann eine Option sein", sagte Grünen-Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth zum "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Unklar ist noch, von wie vielen Klima-Flüchtlingen da die Rede sein wird.

"Keine verlässlichen Prognosen für das Phänomen"

Der Ideengeber für den Klima-Pass, der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung, berichtet, dass es "keine verlässlichen (...) Prognosen für das Phänomen" gebe. Die Schätzungen reichen bis zum Jahr 2050 von 25 Millionen bis eine Milliarde Menschen. Die Grünen nennen im Antrag die Zahlen der Weltbank: 140 Mio. Klima-Flüchtlinge bis 2050 – allein aus Afrika, Südasien und Südamerika.

Der Wissenschaftliche Beirat gibt in seinem Bericht "erhebliche Beweisschwierigkeiten" bei der Bestimmung von Klima-Migration zu. Empört reagieren bereits die anderen Parteien. "Die Zuwanderung stellt uns im Bereich der inneren Sicherheit immer noch vor große Herausforderungen", kritisiert etwa NRW-Innenminister Herbert Reul von der CDU. "Ich schlage vor, wir kümmern uns erst einmal um die."



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