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Rettungsschiff

Ocean Viking rettete 44 Menschen im Mittelmeer das Leben

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Unter den Geretteten befanden sich 15 Minderjährige und zwei Behinderte Menschen.  

Rom - Das Schiff "Ocean Viking" der Hilfsorganisation SOS Mediterranee hat 44 Bootsmigranten im Mittelmeer in maltesischen Gewässern gerettet. Man habe die Menschen aus zwei überbesetzten Holzbooten an Bord genommen, berichteten die Betreiber des Schiffs am Freitag. Unter ihnen seien 15 unbegleitete Minderjährige, zwei Behinderte, fünf Frauen, darunter eine Schwangere, hieß es auf Twitter. Die Rettungsaktion soll von der libyschen Küstenwache massiv gestört worden sein.

Küstenwache habe Schüsse abgefeuert 

Die in Berlin ansässige Organisation Sea-Watch verbreitete über ihre Kanäle in den sozialen Medien ein Video, auf dem ein kleines, mit mehreren Menschen besetztes Boot zu sehen ist, das von einem größeren Schiff verfolgt wird. Sea-Watch nahm das Video von dem Vorfall im Mittelmeer nach eigenen Angaben aus ihrem Flugzeug "Seabird" auf. Der Organisation zufolge verfolgte die libysche Küstenwache das mit Migranten besetzte Boot in der maltesischen Such- und Rettungszone. Die Küstenwache habe Schüsse in Richtung des Migrantenbootes abgefeuert. Zu sehen ist auch ein Beinahe-Zusammenstoß der beiden Boote.

Libyens Küstenwache bringt Bootsmigranten zurück 

Der Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell sagte, man kenne die Aufnahmen und die EU werde den Vorfall untersuchen. Eine Zusammenarbeit zwischen der Union und Libyen wird vor allem von Nichtregierungsorganisationen heftig kritisiert. Im Mandat der EU-Mission "Irini" ist vorgesehen, dass die EU die libysche Küstenwache bei der Ausbildung unterstützt. Die libysche Küstenwache verurteilt die Tat laut einem Bericht des "Libya Observer" und will demnach rechtliche Schritte gegen die Patrouille einleiten. Viele Menschen wagen von der Küste Libyens aus in kleinen Booten die riskante Fahrt über das Mittelmeer in Richtung Europa. Das Bürgerkriegsland in Nordafrika ist ein zentrales Transitgebiet für sie. Die privaten Rettungsaktionen sind politisch umstritten. Oft können die Hilfsschiffe in Italien anlegen, manchmal auch in Malta. Libyens Küstenwache bringt viele Bootsmigranten zurück an Land.

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