Pest-Ausbruch in China: Dreijähriger infiziert

"Schwarzer Tod"

Pest-Ausbruch in China: Dreijähriger infiziert

Nachdem sich ein Bub mit der Beulenpest infiziert hat, wurde über Teile des Landes ein Lockdown verhängt.

In der südwestchinesischen Provinz Yunnan hat sich ein dreijähriger Bub mit der Beulenpest infiziert. Wie die „Daily Mail“ berichten, haben die chinesischen Behörden den Ausbruch bestätigt. Demnach wurde die Infektion am Sonntag festgestellt, das Kind wird derzeit behandelt. Sein Zustand ist laut Behörden stabil. Bereits zuvor wurde in der Gegend Rattenpest bei toten Nagern nachgewiesen. Ratten und andere Nager gelten daher als Träger des Bakteriums.

Lokaler Lockdown

Die chinesischen Behörden reagierten umgehend und mit drastischen Mitteln. Medienberichten zufolge wurde über das entlegene Dorf im Kreis Menghai ein lokaler Lockddown verhängt. 
 
Einzelne Fälle von Beulenpest werden aus China immer wieder gemeldet. Im November vergangenen Jahres wurden in Nordchina vier Fälle von Beulen- und Lungenpest binnen eines Monats registriert. Die örtlichen Behörden setzten daraufhin weiträumig Gift gegen Ratten und Flöhe ein. Obwohl die Pest behandelt werden kann, verläuft sie in China immer wieder tödlich. Nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission starben zwischen 2014 und September 2019 fünf Menschen an der Krankheit
 
Die Beulenpest ist eine von vier Varianten der Pest. Der "Schwarze Tod" gilt als eine der verheerendsten Krankheiten der Menschheitsgeschichte und forderte im Mittelalter Millionen Todesopfer. Inzwischen ist die Infektion weitgehend ausgerottet, es werden nur noch vereinzelt Fälle registriert, die meist auch behandelt werden können.

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