Putin-Gegner ziehen durch Moskau

Protestmarsch

Putin-Gegner ziehen durch Moskau

Opposition macht mobil - Linksfront spricht von 50.000 Menschen, Polizei von 18.000.

Ungeachtet zahlreicher Einschüchterungsversuche hat die russische Opposition am Dienstag gegen Präsident Wladimir Putin mobil gemacht. Wie der Chef der oppositionellen Linksfront, Sergej Udalzow, der Nachrichtenagentur AFP sagte, beteiligten sich mehr als 100.000 Menschen an dem Protestmarsch durch Moskau. Die Polizei sprach zwei Stunden nach Beginn des sogenannten Marschs der Millionen von 18.000 Demonstranten. Die Moskauer Stadtverwaltung hatte eine Kundgebung für bis zu 50.000 Menschen genehmigt.

Die russische Regierung ließ ein Großaufgebot an Sicherheitskräften aufmarschieren. Mehr als 12.000 Polizisten und Beamte des Innenministeriums waren nach offiziellen Angaben in der Hauptstadt im Einsatz.

Mehrere unabhängige Medien wie der Radiosender Moskauer Echo, die renommierte Oppositionszeitung "Nowaja Gaseta" und der Fernsehsender Doschd waren über das Internet vor Beginn der Demonstration nicht mehr zu erreichen. Diese Internetseiten waren bereits während der umstrittenen Parlamentswahlen im Dezember vorübergehend offline. Oppositionsführer gehen davon aus, dass dafür Cyber-Attacken kremltreuer Jugendgruppen verantwortlich sind. Am Montag hatten die Behörden versucht, die Protestanführer mit Hausdurchsuchungen einzuschüchtern. Am Dienstag mussten sie zu Anhörungen erscheinen.

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