Kein Interesse mehr

Enthüllt: Trump ließ DIESEN Verbündeten einfach fallen

Die schnelle Übernahme kurdisch gehaltener Gebiete durch die syrische Regierung ist offenbar das Ergebnis geheimer diplomatischer Absprachen gewesen.  

 Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters legten die USA der Operation keine Steine in den Weg und opferten damit ihre einstigen Verbündeten, die von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).

Den Angaben von neun mit den Vorgängen vertrauten Personen zufolge ebneten Treffen in Damaskus, Paris und dem Irak den Weg für die Offensive. Die Absprachen ermöglichten es dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa, sein Versprechen voranzutreiben, das gesamte Land unter einer Führung zu einen.

USA hatte kein Interesse mehr an separater SDF

Zudem positionierte er sich als bevorzugter Partner der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, hieß es aus den Kreisen weiter. Ein US-Gesandter, Tom Barrack, erklärte später, Washington könne nun mit dem syrischen Staat zusammenarbeiten und habe kein Interesse mehr an einer separaten Rolle für die SDF. Die Offensive beendete faktisch die autonome Zone, die die kurdischen Behörden im Nordosten Syriens errichtet hatten.

Die Weichen für die Eskalation wurden Anfang Jänner gestellt. Nachdem Gespräche über eine Integration der SDF in die syrische Armee gescheitert waren, reiste eine syrische Delegation nach Paris. Dort sollen syrische Vertreter bei von den USA vermittelten Gesprächen mit Israel für eine begrenzte Militäroperation geworben und keine Einwände erhalten haben, sagte eine syrische Quelle. Ein israelischer Diplomat wies diese Darstellung entschieden zurück. "Jede Behauptung, wir hätten das getan, ist falsch", sagte der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter.

Kurdische Vertreter fühlen sich von den USA verraten. Am 17. Jänner soll der US-Gesandte Barrack dem SDF-Kommandant Mazloum Abdi in einem Treffen im Irak mitgeteilt haben, dass die US-Interessen nun bei Präsident al-Sharaa lägen. Zwar habe das US-Militär die syrischen Truppen später zum Anhalten ermahnt, dies sei jedoch weit hinter den kurdischen Erwartungen zurückgeblieben. "Sind Sie wirklich bereit, Ihre Verbündeten zu verraten?", fragte die kurdische Politikerin Hadiya Youssef.

Al-Sharaa, der nach dem Sturz von Bashar al-Assad Ende 2024 die Macht übernommen hatte, schien seinen Bogen jedoch kurzzeitig zu überspannen. Trotz eines Waffenstillstands rückten seine Truppen weiter vor, was in Washington für Verärgerung sorgte. Erst als Al-Sharaa am Dienstag überraschend einen neuen Waffenstillstand ausrief und der SDF eine Frist für einen Integrationsplan setzte, beruhigte sich die Lage. Minuten später veröffentlichte Barrack seine Erklärung, wonach der ursprüngliche Zweck der SDF als Kampftruppe gegen den Islamischen Staat (IS) weitgehend abgelaufen sei.

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