Mindestens 20 Tote

Schmuggler warfen vor Dschibuti Dutzende Flüchtlinge über Bord

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Kurz nach der Abfahrt in der Hauptstadt Dschibuti am Mittwoch hätten die Täter etwa 80 Menschen von Bord gestoßen.

Dschibuti. Vor der Küste des ostafrikanischen Staates Dschibuti haben Schmuggler nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehrere Dutzend Flüchtlinge ins Meer geworfen - mindestens 20 Menschen sind dabei ertrunken.

Das Schiff hatte sich mit mehr als 200 Migranten am Mittwoch auf den Weg in den Jemen gemacht, wie die UNO-Organisation am Donnerstag mitteilte. Kurz nach der Abfahrt in der Hauptstadt Dschibuti am Mittwoch hätten die Täter etwa 80 Menschen von Bord gestoßen.

Schiff war überfüllt

Nach Angaben von Überlebenden war das Schiff überfüllt. Auch zahlreiche Kinder sollen an Bord gewesen sein. Die IOM-Chefin in der Region, Stéphanie Daviot, sagte, der Vorfall sei nur ein weiterer Beweis, "dass Kriminelle weiterhin für Profit Menschen ausbeuten, die verzweifelt versuchen, ihr Leben zu verbessern, und sich nicht um die Folgen scheren". Die Überlebenden würden in einer Einrichtung der IOM in Dschibuti medizinisch betreut.

Bei ähnlichen Vorfällen im Oktober waren bereits mindestens 50 Migranten gestorben. Jedes Jahr ziehen im Osten Afrikas Zehntausende junge Afrikaner aus Ländern wie Somalia und Äthiopien nach Dschibuti, um eines der Boote in den Jemen zu erwischen. Von dem Bürgerkriegsland aus reisen die Meisten auf der Suche nach Arbeit weiter in Richtung der reichen Golfstaaten.

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