Selfie-Hype um brutalen Diktator

Syrien

Selfie-Hype um brutalen Diktator

Bashar al-Assad besuchte Truppen in Ost-Ghouta. 

Syriens Präsident Bashar al-Assad hat am Sonntag die syrischen Regierungstruppen in der umkämpften Region Ost-Ghouta besucht. Auf der Facebook-Seite des Präsidenten veröffentlichte Fotos zeigten Assad, wie er vor einem Panzer stehend mit Soldaten spricht.
 
Darunter hieß es: "An der Front in Ost-Ghouta ... Präsident al-Assad mit den Helden der Arabischen Syrischen Armee". "Glückwünsche uns Syrern, Glückwünsche Euch, Glückwünsche allen Patrioten, die zu dieser Nation stehen", sagte er in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Zu welcher Zeit und wo genau der Besuch stattfand, wurde nicht genannt.
 
Ost-Ghouta grenzt an die Hauptstadt Damaskus und ist seit 2013 unter Kontrolle von Aufständischen. Assads Regierung startete vor einem Monat eine Großoffensive, um das Gebiet zurückzuerobern. Die Soldaten sind seitdem tief in das Rebellengebiet eingedrungen, was viele Zivilisten zur Flucht trieb. Allein in den vergangenen Tagen flohen mehr als 40.000 Menschen vor den Kämpfen, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London berichtete. Nach Schätzungen der Menschenrechtsbeobachter mit Sitz in Großbritannien wurden knapp 2.000 Zivilisten in den vergangenen Wochen getötet. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach von einer "Hölle auf Erden".
 
Assad bedachte seine Truppen indes mit großem Lob. "Die Bürger von Damaskus sind Euch mehr als dankbar und werden sich Jahrzehnte oder vielleicht für immer daran erinnern, wie Ihr Damaskus gerettet habt", sagte er in dem Video.


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