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Paukenschlag

Spektakuläre Wende im Gondel-Drama mit 14 Toten

Untersuchungsrichterin Donatella Banci Buonamici ließ die Angeklagten wieder frei – nun wird sie selbst vom Fall abgezogen. 

Nach dem Seilbahnunglück am 23. Mai am Lago Maggiore in Italien mit 14 Todesopfern hat die in dem Fall ermittelnde Staatsanwaltschaft der Stadt Verbania Rekurs gegen die von einer Untersuchungsrichterin entschiedene Freilassung von drei Angeklagten eingereicht. Bei den drei Männern handelt es sich um den Eigentümer der Seilbahnbahnlage, um den Betriebsdirektor und den Betriebsleiter. Letzterer befindet sich unter Hausarrest.

Sie waren wenige Tage nach dem Unglück festgenommen worden. Drei Tage später hatte die Untersuchungsrichterin entschieden, sie wieder freizulassen. Ihrer Ansicht nach können der Eigentümer der Seilbahn und der Betriebsdirektor nicht für die Tragödie verantwortlich gemacht werden. Die Freilassung der drei Männer hatte für Kritik gesorgt.

Richterin hätte Fall nicht annehmen dürfen

Gerichtspräsident Luigi Montefusco ordnete nun an, dass Donatella Banci Buonamici den Fall unverzüglich abtreten muss. Offizieller Grund ist dabei ein Formalfehler. Buonamici hätte den Fall nämlich gar nicht übernehmen dürfen, sondern ihn als Koordinatorin einem Kollegen zuweisen müssen.

Die abgestürzte Kabine soll indes mit einem Helikopter weggebracht werden. Angesichts des steilen Geländes im Wald, auf dem sich die Gondel am Berg Mottarone befindet, sei die Lösung mit dem Hubschrauber der einzige Weg, um die Kabine zu entfernen. Wann dies erfolgen wird, war noch unklar.

Bei dem Gondel-Unglück starben 14 Menschen, darunter Familien, Paare und zwei Kinder. Ein fünfjähriger Bub überlebte als einziger, er wurde schwer verletzt. Vermutet wird, dass die Aussetzung der Notbremse und ein Kabelriss für den Absturz der Gondel am Berg Mottarone verantwortlich sei.
  



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