Steht größte Katastrophe noch bevor?

Jahrhundert-Beben

Steht größte Katastrophe noch bevor?

Erde könnte wieder beben. Japan am Rande des Chaos.

Erdbeben sind in Japan an der Tagesordnung, doch so schlimm wie heute bebte die es in Tokio noch nie.

1923, also vor 88 Jahren, hatte ein Beben der Stärke 7,9 auf der Richterskala in Tokio etwa 140.000 Menschen getötet. Mit Stärke 8,9 ist das heutige Beben, das viertstärkste jemals gemessene weltweit. Der Wiener Seismologe Götz Bokelmann von der Universität Wien malt Japan eine "gigantische" Katastrophe aus, sollte es in der dicht besiedelten Kanto-Region um Tokio erneut zu so einem starken Beben kommen.

Diashow: Zerstörung in Japans Städten

Zerstörung in Japans Städten

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    Die Japaner hatten Glück im Unglück: Das Epizentrum lag 382 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio, nahe der Stadt Sendai. Für die großen Städte hätte ein näher liegendes Epizentrum noch stärkere Zerstörungen bedeutet.

    Spannungszone
    Japan liegt genau an dem Bruch zwischen eurasischer und pazifischer Erdplatte, welche sich mit einer relativ hohen Geschwindigkeit (8 bis 9cm pro Jahr) aufeinander zubewegen. Das bedeutet, dass auch alle tektonischen Vorgänge beschleunigt auftreten, "Japan wird schneller deformiert, es gibt häufiger Erdbeben als etwa in Wien", so Bokelmann.

    Diashow: Ein Land in Schutt und Asche

    Ein Land in Schutt und Asche

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      Unvorhersehbar
      "Für uns Seismologen ist es jetzt enorm interessant, was in Folge in der Tokioter Gegend passieren wird", sagte der Expert. "Die Frage ist, ob uns ein weiteres Beben noch bevorsteht oder sich die Spannungen zwischen den Erdplatten in der Kanto-Gegend nach den heutigen Erschütterungen entlastet haben".

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