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Blutbad von Hanau

Terrorexperte: Täter hasste Ausländer

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Der Mörder sei auch ein ''Incel'' gewesen, also jemand der unfreiwilligerweise noch nie eine Beziehung zu einer Frau hatte

Der Terrorexperten vom King's College in London Peter Neumann sieht den Hass auf Ausländer als Motiv des mutmaßlichen Täter der Gewalttat in Hanau. Er betone in seinem Manifest zwar den Islam nicht ausdrücklich, fordere aber die Ausrottung verschiedener Länder in Nordafrika, im Nahen Osten und in Zentralasien - also in Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, so Neumann auf Twitter.
 
Weiters sei der Mann ein sogenannter "Incel", also jemand, der zugibt, noch nie eine Beziehung zu einer Frau gehabt zu haben und der den Frauen die Schuld dafür gibt, analysierte der deutsche Terrorexperte. Er rechtfertige seine Tat mit der Ansicht, dass bestimmte Rassen anderen gegenüber überlegen seien, so Neumann. Laut Einschätzung des Experten habe der Mann eine Universität besucht. Sein Manifest sei in ausgezeichnetem Deutsch verfasst gewesen - ohne Tipp- oder Grammatikfehler.
 
Ein Mitglied der sogenannten "Chans" dürfte der Mann aber nicht gewesen sein, so Neumann. Es gebe kein Hetzposting und keine Verweise auf Memes. Als "Chans" werden Nutzer von Online-Foren - meist Buben und Männer - bezeichnet, in denen gegen Juden, Muslime, Frauen und Schwule gehetzt wird.
 
Er wirke "mehr wie jemand, der die ganze Nacht Verschwörungsvideos auf YouTube ansieht", schreibt Neumann auf Twitter. Dass er behaupte, sein Leben lang von Geheimdiensten überwacht worden zu sein, könnte laut dem Experten ein Schlüssel zum Verständnis seines Geisteszustandes sein.
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