Donald Trump Stormy Daniels

Laut Anwalt

Trumps Pornostar sorgt für Knalleffekt

Der Anwalt von Stormy Daniels hat sich über Twitter zu Wort gemeldet.

Stormy Daniels hat einen "großen Knalleffekt" angekündigt. Sie will offenbar enthüllen, wer sie 2011 in Las Vegas bedroht hat, damit sie nicht über ihre angebliche Affäre mit dem derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump spricht.

Michael Avenatti, der Anwalt des Pornostars, twitterte: "Erwartet eine große Ankündigung in den kommenden Tagen. Wir werden enthüllen, wer Ms Clifford (Anmerkung: der bürgerliche Name des Pornostars) 2011 in Las Vegas vor ihrer Tochter bedroht hat, "Trump alleine zu lassen". Du kannst weglaufen, aber dich nicht verstecken. #thugsearch #seriousconsequences #basta."

Dementi von Trump

Vor wenigen Tagen hatte Trump in seiner ersten direkten öffentlichen Äußerung zu seiner angeblichen Affäre mit Stormy Daniels dementiert, von der Geldzahlung seines Anwalts an die Pornodarstellerin gewusst zu haben.

 
"Nein" antwortete er am Donnerstag kurz und knapp auf die Frage, ob er in die Zahlung von 130.000 Dollar eingeweiht gewesen sei, die Daniels kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 im Rahmen einer Schweigevereinbarung erhalten hatte.
 
Trump sagte auch, er wisse nicht, warum sein Anwalt Michael Cohen das Geld gezahlt und woher es gestammt habe. Für weitere Auskünfte verwies er im Gespräch mit Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One an Cohen: "Sie müssen Michael fragen." Cohen hatte im Februar angeführt, das Geld aus eigener Tasche gezahlt zu haben.
 
Die Zahlung ist vor allem deshalb hochbrisant, weil sie möglicherweise einen undeklarierten Beitrag zu Trumps Wahlkampf und damit einen Gesetzesverstoß darstellte.

Euphorischer Anwalt

Mit seiner jetzigen Aussage, nichts von der Zahlung gewusst zu haben, spielte Trump aber nun womöglich Stormy Daniels und deren Anwalt in die Hände. Der Pornostar mit dem bürgerlichen Namen Stephanie Clifford hat bei einem Gericht in Los Angeles darauf geklagt, dass die Stillhaltevereinbarung für ungültig erklärt wird. Das Hauptargument ihres Anwalts Michael Avenatti lautet dabei, dass die Vereinbarung nicht von Trump selbst, sondern lediglich von Cohen unterzeichnet worden war.
 
Avenatti reagierte denn auch euphorisch auf Trumps Äußerung. Die Klage habe gerade "exponentiell an Stärke gewonnen", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Eine Vereinbarung sei nicht möglich, "wenn eine Seite behauptet, davon nichts zu wissen".
 
Cliffords Anwalt meldete aber zugleich auch Zweifel an Trumps Aussage an: "Wir freuen uns sehr darauf, den Wahrheitsgehalt von Herrn Trumps angeblicher Unkenntnis bezüglich der Zahlung von 130.000 Dollar zu überprüfen". Es sei "eine Sache, die Presse zu täuschen, aber eine ganz andere, dies unter Eid zu tun."
 
Avenatti liegt mit Trumps Anwälten in einem erbitterten Clinch. Er will eine Aussage des Präsidenten vor Gericht unter Eid erzwingen - es gibt Spekulationen, dass er darauf abzielt, Trump des Meineids zu überführen. Ein Richter hatte allerdings kürzlich seinen Antrag auf Aussage Trumps vorerst abgewiesen, weil dieser "verfrüht" sei.


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