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Gaza-Flotte gestürmt

Türkei fordert Entschuldigung von Israel

Präsident Gül: 'Verbrechen, das eher Al-Kaida als einem Staat ähnlich sieht.'

Die Türkei fordert von Israel eine Entschuldigung für die Erstürmung des Schiffskonvois auf dem Weg in den abgeriegelten Gaza-Streifen. Auch müsste nach dem Tod von neun türkischen Aktivisten eine Entschädigung gezahlt werden, zitierte die französische Tageszeitung "Le Monde" am Freitag den türkischen Präsidenten Abdullah Gül. Sollte sich Israel nicht bewegen, könne die Türkei die diplomatischen Beziehungen abbrechen. Gül sprach von einem Verbrechen, das eher der Extremistenorganisation Al-Kaida als einem Staat ähnlich sehe.

Beziehungen deutlich verschlechtert
Nach israelischer Darstellung handelten die Soldaten bei der Erstürmung des Schiffskonvois mit Hilfsgütern für den von Israel abgeriegelten Gaza-Streifen Ende Mai in Notwehr, nachdem sie mit Messern und Knüppeln angegriffen worden seien.

Seit dem Vorfall haben sich die Beziehungen beider Länder deutlich verschlechtert. Die Türkei zog ihren Botschafter ab und kündigte an, milliardenschwere Handels- und Verteidigungsverträge auf ein Minimum herunterzuschrauben.

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